Organisierte Kriminalität: Schlag gegen serbische Einbrecherbande im Saarland

Organisierte Kriminalität : Schlag gegen serbische Einbrecherbande im Saarland

Bei Wohnungsdurchsuchungen in Neunkirchen und Marpingen haben Ermittler einen 29 Jahre alten Mann aus Serbien geschnappt. Er war mit Haftbefehl gesucht worden. Es geht um einen Schaden von 100 000 Euro, den er mit Komplizen angerichtet haben soll.

Beamte des Landespolizeipräsidiums haben einen Serben gefasst, der mit einer Einbrecherbande seit Dezember 2016 im Saarland 21 Wohnungen heimgesucht haben soll. Wie ein Behördensprecher meldet, war er mit Haftbefehl gesucht worden. Als sie ihn am Dienstagmorgen (29. Mai 2018) entdeckten, versuchte er noch zu fliehen. Das misslang ihm, die Polizei war schneller.

Vorausgegangen war eine Durchsuchungsaktion in Neunkircher und Marpinger Wohnungen, wobei Fahnder umfangreiches Diebesgut entdeckten. Bei den Einbrüchen sollen der jetzt Festgenommene und seine Komplizen immer wieder nach dem gleichen Muster vorgegangen sein: Zuerst klingelten sie an der Haustür, um sich zu vergewissern, dass niemand zuhause ist. Wenn sich keiner meldete, schritten sie zur Tat: Sie gingen hinter das Haus und stiegen durch Fenster und Türen ein. Dann durchsuchten sie die Räume, ließen überwiegend Geld und Schmuck mitgehen. Der Schaden belaufe sich auf knapp 100 000 Euro.

Der mutmaßliche Täter war während der Durchsuchung in der Marpinger Wohnung. Als er die Ermittler bemerkte, suchte er vergebens über die Terrasse das Weite. Der 29-Jährige hatte einen gefälschten serbischen Reisepass und wollte damit seine wahre Identität verschleiern. Mittlerweile sitzt er in Saarbrücken in Untersuchungshaft. Unterdessen ermittelt die Polizei nach weiteren Bandenmitgliedern.