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Schiff bleibt bis Oktober auf dem Landwehrplatz

Schiff bleibt bis Oktober auf dem Landwehrplatz

Saarbrücken. Die "Joyce-Medea", das Schiff, das auf dem Landwehrplatz steht, wird bis Oktober "immer eine Handbreit Beton unterm Kiel" haben. Das teilte der Schauspieler Boris Pietsch, der das Schiffsprojekt leitet, mit. Stadtpressesprecher Thomas Blug bestätigte jetzt, das die Erlaubnis, das Schiff vor der Alten Feuerwache stehen zu lassen, bis Oktober verlängert wurde

Saarbrücken. Die "Joyce-Medea", das Schiff, das auf dem Landwehrplatz steht, wird bis Oktober "immer eine Handbreit Beton unterm Kiel" haben. Das teilte der Schauspieler Boris Pietsch, der das Schiffsprojekt leitet, mit. Stadtpressesprecher Thomas Blug bestätigte jetzt, das die Erlaubnis, das Schiff vor der Alten Feuerwache stehen zu lassen, bis Oktober verlängert wurde."Das Projekt rund um das Schiff erhebt den Anspruch, von besonderem öffentlichen Interesse zu sein. Es erfüllt nicht nur alle Kriterien der Gemeinnützigkeit, sondern leistet mit seinen gesellschaftspolitischen Komponenten einen innovativen Entwicklungsbeitrag von kommunalem, ebenso wie globalem Belang", hatte Pietsch zuvor in einem Brief an die Stadtverwaltung für die Verlängerung der "Liegezeit" geworben.

Das Schiff, das in der Inszenierung des Graham-Greene-Stücks "Die Stunde der Komödianten" in der Alten Feuerwache vorkommt, ist für den Verein, der es als gesellschaftliches "Labor" sieht, ein Ort der Kommunikation, an dem Spinnerei auf Wirklichkeit trifft, eine Denkwerkstatt.

Kürzlich war das Boot auch "Festivalbüro" des Videoclipfestivals Mute. Das Festival zeigte auf 144 Monitoren in saarländischen Lotto-Annahmestellen Videokunst von regionalen und internationalen Künstlern.

Was auf und mit dem Schiff geleistet wird, versteht Pietsch "als konkreten Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in Zukunft und Gegenwart, auch unserer Region". Selbst auf dem Neujahrsempfang der Stadt Neunkirchen sei über das Schiff mitten in Saarbrücken gesprochen worden. Man wolle dieses Schiff nun weiter nutzen, um "Kompetenzen aus den Bereichen der Kultur, der Wissenschaft und des sozialen Handelns" zusammenzubringen. Das müsse auch im Interesse der Stadt sein. "In diesem Sinne sitzen wir im selben Boot", schrieb Pietsch. Das sieht man offenbar in der Saarbrücker Stadtverwaltung auch so. ols

 Boris Pietsch ist seit einigen Monaten "Kapitän". Foto: Rich Serra
Boris Pietsch ist seit einigen Monaten "Kapitän". Foto: Rich Serra

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