Schiedsmänner aus dem Landkreis wurden ausgezeichnet

St. Wendel. "Sie haben Ihre Fähigkeit, mit den Menschen umgehen zu können, in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Dafür möchte ich Ihnen heute danken." Mit diesen Worten ehrte der Direktor des St

St. Wendel. "Sie haben Ihre Fähigkeit, mit den Menschen umgehen zu können, in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Dafür möchte ich Ihnen heute danken." Mit diesen Worten ehrte der Direktor des St. Wendeler Amtsgerichts, Helmut Adams, zwei Schiedsmänner aus dem Landkreis: Hans-Werner Kaiser, der seit zehn Jahren für alle Orte der Gemeinde Namborn zuständig ist, und Peter Zeyer aus Urweiler für die gleiche Dauer. So viel Freizeit für diese nicht immer leichte Tätigkeit zu opfern sei heute nicht mehr selbstverständlich, sagte Helmut Adams. Schiedsmänner würden den Gerichten einige Arbeit abnehmen. Die gütlich herbeigeführte Einigung sei jeder Gerichtsverhandlung vorzuziehen. In den letzten Jahren sei es jedoch zunehmend schwerer geworden, Schiedsleute zu finden. Deshalb hätten viele von ihnen mehrere Dörfer übernommen.Norbert Jung (Freie Liste), Beigeordneter der Gemeinde Namborn, bedauerte, dass Hans-Werner Kaiser, der bereits ab 1998 stellvertretender Schiedsmann war, zum Jahresende aus dem Amt ausscheidet. "Ich verstehe das sehr gut, denn es ist viel Arbeit damit verbunden und nimmt eine Menge Freizeit in Anspruch."

Durch den Fortschritt der Zeit und das bessere informiert sein seien streitende Parteien kritischer geworden, stellte der Vorsitzende der Bezirksvereinigung Saarland-Ost der Schiedsmänner und Schiedsfrauen, Elmar Schneider, fest. Deshalb sei bei den Schiedsleuten viel Fingerspitzengefühl gefragt. Die Geehrten erhielten neben Präsenten auch Urkunden von der Justizverwaltung des Saarlandes, von der Bundesvereinigung der Schiedsmänner und Schiedsfrauen sowie von der Bezirksvereinigung, außerdem die Treuemedaille in Bronze. gtr