1. Saarland

Scheidung auf dem Bauernhof

Scheidung auf dem Bauernhof

Göttelborn. Zwei- oder dreimal im Jahr stellen sie die Fastnachtsklamotten in die Ecke und schlüpfen in ihre Kostüme. Kurz bevor die fünfte Jahreszeit beginnt, haben die Mitglieder des Karnevalsvereins von der Höh Göttelborn schon ihren großen Auftritt

Göttelborn. Zwei- oder dreimal im Jahr stellen sie die Fastnachtsklamotten in die Ecke und schlüpfen in ihre Kostüme. Kurz bevor die fünfte Jahreszeit beginnt, haben die Mitglieder des Karnevalsvereins von der Höh Göttelborn schon ihren großen Auftritt. Dann machen Elferratschef Hardy Paul und seine Kolleginnen und Kollegen das, was sie besonders gut können: Sie unterhalten die Menschen, sorgen dafür, dass diese zwei Stunden und vielleicht ein paar Minuten mehr nicht mehr an den alltäglichen Stress denken und einfach nur noch lachen. Nicht über Kalauer und Witze, sondern über das genüssliche Theaterspiel der KVG-Mitglieder.Seit 2003, immer wieder im Oktober, spielen die Göttelborner Narren Theater. Es ist immer ein Lustspiel, das sie auf die Bühne bringen. "Wir machen Volkstheater, wollen die Menschen ganz einfach nur gut unterhalten", sagt Hardy Paul. Auf Initiative des Elferratschefs wurde 2003 die Theatergruppe ins Leben gerufen. In diesem Jahr steht der Schwank "Scheidung auf dem Bauernhof" im Terminplan. Geschrieben hat das Stück Erich Koch. Es ist bereits der dritte Schwank von Koch, den die Göttelborner Laienschauspieltruppe aufführt. Die beiden anderen hießen "Alles nur Theater" und "Die Erbtante aus Afrika." Anscheinend ist der Autor von seinem Verlag oder durch eigene Recherchen auf den Karnevalsverein von der Höh aufmerksam geworden. Für die dritte Aufführung der "Scheidung auf dem Bauernhof" am Sonntag, 30. Oktober (die beiden ersten sind am Sonntag, 16. Oktober, 18 Uhr und am Samstag, 22. Oktober, 20 Uhr, jeweils in der Mehrzweckhalle Göttelborn), hat er sein Kommen angesagt. "Das ist für uns eine ganz besondere Auszeichnung", sagt Hardy Paul und fügt an: "Das macht uns auch ein wenig stolz." Die Proben für das Stück laufen zurzeit auf Hochtouren. Die Kulissen stehen schon auf der Bühne. Am Samstag ist die Generalprobe. "Die Texte sitzen, aber dennoch sind alle aufgeregt und angespannt", erklärt Regisseurin Monika Zimmer.

Nachdem die Gruppe gemeinsam im April das Stück ausgesucht hatte, ging's in den Sommerferien los mit den Proben. Erst trafen sich die Akteure einmal in der Woche, später dann mehrmals. Seit dieser Woche ist nun jeden Tag Probe. Und die Anspannung steigt von Tag zu Tag. Regisseurin Monika Zimmer aber ist überzeugt: "Wenn mal die ersten Sätze auf der Bühne gesagt sind, dann läuft alles wie am Schnürchen." Für die Vorstellungen gibt es nur noch ein paar Karten an der Abendkasse. "Wir machen Volkstheater, wollen die Menschen ganz einfach nur gut unterhalten."

Hardy Paul