Satiremagazin Der Postillon will nicht nach Saarbrücken

Schon wieder in den Schlagzeilen : „Niemand will nach Saarbrücken“

Schon wieder auf dem Kieker: Nach der Meldung über die baldige Einführung des Euros im Saarland hat das Online-Satireportal „Der Postillon“ erneut zugeschlagen.

So erhält das kleinste Bundesland deutschlandweit gehörig Aufmerksamkeit: Denn wenn die Macher des Satiremagazins „Der Postillon“ zuschlagen, dann hat es sich gewaschen. Tausende rufen die Beiträge im Internet auf und lachen darüber. So stand das Saarland binnen kürzester Zeit gleich zweimal im Fokus.

Endlich: Der Euro kommt

Zuletzt berichtete das Portal, dass zum Jahreswechsel auch hier der Euro als alleiniges Zahlungsmittel kommt. Dafür habe die Europäische Zentralbank in Auftrag gegeben, 200 Banknoten extra zu drucken, die an den beiden Geldautomaten im Bundesland zum Jahreswechsel ausgegeben werden. Damit verlieren die rund 900 DM und 350 Franc, die noch im Umlauf sind, ihre Gültigkeit.

Überall zu sehen, nur nicht in...

Kurz zuvor hatte die Truppe ihre Tournee angekündigt. In ganz Deutschland wolle sich das Team auf Bühnen blicken lassen. Und in diesem Zusammenhang bekommt das Saarland abermals sein Fett weg. So heißt es unter anderem in der Dezemberausgabe des thüringischen Veranstaltungsmagazins „Takt“: „Seit Oktober 2017 tourt die Liveshow quer durch ganz Deutschland (außer Saarbrücken. Niemand will nach Saarbrücken).“

Der Postillon-Grüner Stefan Sichermann freue sich, „nun auch dem internetfernen Publikum das Geld aus der Tasche zu ziehen“. Na dann bleiben wir ja davon verschont. Sonst hätten wir noch unsere letzten Mark-Bestände auf den Kopf hauen müssen.

Das deutsche Webportal Der Postillon ging im Oktober 2008 an den Start. Selbst geben die Macher an, am 28. Oktober 1845 gegründet worden zu sein. Immer wieder geriet das Satiremagazin in die Schlagzeilen, weil auch Medien auf die Falschmeldungen hereinfielen, sie als bare Münze ansahen und so als Fakt ungeprüft verbreiteten. Auch Politikern erging es immer wieder so.

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