1. Saarland

Sascha Weber hat keine Zweifel

Sascha Weber hat keine Zweifel

St. Wendel. 200 Seiten dick ist das Pflichtenheft für die Querfeldein-Weltmeisterschaft am 29. und 30. Januar in St. Wendel. Darin teilt der der Rad-Weltverband UCI der Stadt St. Wendel die Aufgaben und Formalien mit. Und das in englischer Sprache

St. Wendel. 200 Seiten dick ist das Pflichtenheft für die Querfeldein-Weltmeisterschaft am 29. und 30. Januar in St. Wendel. Darin teilt der der Rad-Weltverband UCI der Stadt St. Wendel die Aufgaben und Formalien mit. Und das in englischer Sprache. "Da musste so mancher Mitarbeiter seine Englischkenntnisse verbessern", sagte Bürgermeister Klaus Bouillon gestern bei einer Pressekonferenz. Und erläuterte damit gleichzeitig, dass die Organisation einer WM mehr bedeutet als Strecken abstecken, Sponsoren suchen und ein Programm erstellen. Seit Monaten sind Bouillon und sein Team bereits am Organisieren. Für alle sei die zweite Cross-WM nach 2005 "eine weitere Herausforderung".Die meisten Helfer sind natürlich am WM-Wochenende im Einsatz. Dann werden es, so schätzt Bouillon, zwischen 500 und 600 sein. Sie kommen aus der Verwaltung, vom Bauhof, von Hilfsorganisationen und Vereinen. "Alle machen das ehrenamtlich; die einzige Belohung ist ein Helferfest", so Bouillon. Neben den Helfern sind auch die Sponsoren wichtig. Denn es koste, so Bouillon weiter, rund eine Million Euro, eine solche Groß-Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Dank der Sponsoren "müssen wir nur etwa 100 000 Euro aus dem Stadtsäckel zahlen". Wie hoch die Summe genau ist, das hänge von den zahlenden Zuschauern ab. Mit etwa 30 000 Besuchern rechnet er allein am Hauptrenntag, dem Sonntag. Die Besucher sollen dann nicht nur faire Wettkämpfe sehen, sondern sich auch unterhalten. Deshalb werden zwei Zelte aufgebaut. Das größere fasst 3000 Gäste. An beiden Tagen werde ein Musikprogramm geboten. Außerdem werde erstmals ein "Belgisches Dorf" aufgebaut. Denn Bouillon rechnet mit rund 10 000 belgischen Radsportfans. Sie bekommen dann unter anderem belgisches Bier und belgische Pommes mitten in St. Wendel.

Die Besucher kommen aber nicht nur aus Belgien. Schon jetzt sei im Landkreis kein Zimmer mehr zu bekommen. Auch Hotels in Neunkirchen, Weiskirchen, Saarbrücken und dem pfälzischen Raum seien ausgebucht.

Kein Zimmer buchen muss Sascha Weber. Der Lokalmatador aus St. Wendel lässt keinen Zweifel daran, dass er in seiner Heimat starten wird. Qualifiziert ist er noch nicht. "Aber ich gehe davon aus, dass ich die Nominierung schaffe", sagte Weber, der erstmals in der Elite-Klasse starten darf.