Sammelwut aus Nächstenliebe

Sammelwut aus Nächstenliebe

Neuweiler. Bei Karl Malter ist die Sammelwut ausgebrochen, allerdings für den guten Zweck. Der Küster der Neuweiler Pfarrei St. Hildegard sammelt Brillen, Briefmarken und Korken, die dann an gemeinnützige Vereine, kirchliche Organisationen oder Behindertenwerkstätten weitergereicht werden - um Gutes zu tun

Neuweiler. Bei Karl Malter ist die Sammelwut ausgebrochen, allerdings für den guten Zweck. Der Küster der Neuweiler Pfarrei St. Hildegard sammelt Brillen, Briefmarken und Korken, die dann an gemeinnützige Vereine, kirchliche Organisationen oder Behindertenwerkstätten weitergereicht werden - um Gutes zu tun.Die Brillen gehen zum Verein "Lunettes sans frontière - Brillen weltweit". "Dort werden sie gereinigt und die Sehstärke wird gemessen. Anschließend werden sie in Missionsländer verschickt", erklärt Malter. Etwa zwei Monate lang müsse er sammeln, dann sei ein neues Paket mit etwa 250 Brillen versandbereit. Die Brillen gelangen schließlich in die Hände von sachkundigen Personen in Kliniken, Kranken- und Missionsstationen in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa. Zahlreiche Sammelboxen, beispielsweise in der katholischen Kirche Neuweiler, in Allerheiligen Sulzbach und in St. Paul Quierschied erleichtern ihm die Arbeit. Dennoch ist er auch bereit, die Brillen im Sulzbachtal bei den Spendern kostenlos abzuholen. Brillen weltweit wurde von Pater François Meyer 1974 im Elsass gegründet. Jährlich werden über den Verein etwa 150 000 Brillen an Bedürftige vermittelt, wie ein Infoblatt des Vereins erklärt. Gesammelt werden Brillen in gutem Zustand, Brillengestelle in gutem Zustand, saubere Brillenhüllen und Brillengläser im Rohzustand.

Auch Briefmarken haben es Malter angetan, denn mit ihnen kann er den Styler Missionaren in St. Wendel helfen. "Diese sortieren sie dann in Sammelmappen, um sie zu verkaufen", erklärt er. Die Styler Missionare unterstützen mit dem Geld beispielsweise eine Landwirtschaftsschule in Paraguay.

Und schließlich sind da noch die Korken, "aber nur welche aus echtem Kork", sagt Malter. Diese liefert er in einem Behindertenheim ab, dort werden sie zu Pin-Tafeln und Isoliermaterial verarbeitet.

Doch noch ist Malter noch nicht vollends ausgelastet. Er möchte weitere Kirchengemeinden "aller Konfessionen", Vereine und auch Unternehmen, wie beispielsweise Optiker, für seine Sammelleidenschaft gewinnen. Denn je mehr Menschen ihn unterstützen, desto mehr Menschen kann geholfen werden. dla

Wer alte Brillen, Briefmarken oder Korken für Karl Malter hat, kann sich unter Tel. (0 68 97) 5 28 69 mit ihm in Verbindung setzen.

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