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Arbeitsmarkt: Saisonbedingt mehr Arbeitslosigkeit an der Saar

Arbeitsmarkt : Saisonbedingt mehr Arbeitslosigkeit an der Saar

Das Saarland zählt wieder mehr Erwerbslose. Kein Grund zur Sorge, sagt die Bundesagentur für Arbeit, und verweist auf die winterliche Flaute bei Jobs im Freien. Langfristige Veränderungen gibt es bei der Erwerbstätigkeit von Frauen.

Bei Frost und Schnee wird zum Beispiel auf Baustellen weniger gearbeitet: Die Erwerbslosigkeit ist im Saarland im Januar deshalb gestiegen. Auch das Ende des Weihnachtsgeschäfts trug dazu bei, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Saarbrücken mitteilte. So waren im Januar 33 000 Frauen und Männer im Saarland arbeitslos gemeldet. Das waren 2700 oder 9,1 Prozent
mehr als vier Wochen zuvor. Im Vergleich zum Januar 2018 sank jedoch die Arbeitslosigkeit um 1600 oder 4,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2019 bei 6,2 Prozent. Im Dezember 2018 hatte sie noch 5,7 Prozent und im Januar 2018 wiederum 6,6 Prozent betragen.

„Überwiegend aus saisonalen Gründen ist die Arbeitslosigkeit im Saarland gestiegen“, teilte die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz, mit. Insbesondere die Zahl der arbeitslosen Männer habe sich erhöht. Mit Blick auf die vergangenen Januarmonate sei diese Entwicklung aber nicht besorgniserregend. „Geringer war die Arbeitslosenzahl zuletzt im Januar 1981“, ergänzte Schulz.

Die Zahl der Frauen in sozialversicherungspflichtigen Jobs stieg in den vergangenen Jahren im Saarland immer weiter. Mitte 2018 waren 176 700 Frauen auf diese Weise tätig - 18,9 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Laut der Regionaldirektion nahm insbesondere die Zahl von Frauen mit Teilzeitjobs zu: Von 2008 bis 2018 um 32 300 oder 61,5 Prozent auf 84 800. Die Zahl der weiblichen Vollzeitbeschäftigten sank dagegen um 2700 oder 2,8 Prozent auf 91 900.

Schulz nannte die Zunahme weiblicher Erwerbstätigkeit erfreulich. Allerdings lasse sich die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit der Frauen von 29,1 Stunden durchaus steigern. „Schließlich sind geringfügige Beschäftigungen oder Teilzeitarbeiten mit nur wenigen Wochenstunden mit Einbußen beim Einkommen, bei den Karrierechancen sowie letztlich bei der Alterssicherung verbunden“, mahnte Schulz.

(dpa)