Saisonaler Dämpfer für den Arbeitsmarkt

Saisonaler Dämpfer für den Arbeitsmarkt

St. Ingbert. Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Nur leider in die falsche Richtung. Denn nachdem sich bereits im Dezember die Arbeitslosigkeit in der Region leicht erhöht hatte, fiel der Anstieg im Januar deutlich stärker aus. Das heißt: Während 2011 die Arbeitslosenzahl von Dezember zu Januar um 6,7 Prozent gestiegen war, hat der Anstieg in diesem Monat 18,9 Prozent betragen

St. Ingbert. Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Nur leider in die falsche Richtung. Denn nachdem sich bereits im Dezember die Arbeitslosigkeit in der Region leicht erhöht hatte, fiel der Anstieg im Januar deutlich stärker aus. Das heißt: Während 2011 die Arbeitslosenzahl von Dezember zu Januar um 6,7 Prozent gestiegen war, hat der Anstieg in diesem Monat 18,9 Prozent betragen. Im Januar waren so 718 Frauen und Männer mehr ohne Job als im Dezember. Der negative Trend auf dem Arbeitsmarkt sei "saisonbedingt", gerade die Nachfrage nach Arbeitskräften sei wegen der "Winterpause rückläufig", sagt Hans-Hartwig Felsch, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland.Allein in St. Ingbert hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 158 auf rund 1114 erhöht bei einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent. Im Vergleich zu Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit dennoch um 13,7 Prozent gesunken. In Blieskastel waren 866 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,2 Prozent. Gegenüber Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit um 5,9 Prozent gesunken.

Von der negativen Arbeitsmarktentwicklung waren im Saarpfalz-Kreis am deutlichsten die Männer betroffen. Ihre Zahl stieg im Januar um 468 auf 2521. In den letzten vier Wochen wurden kreisweit 1990 Frauen und damit 250 mehr als im Dezember gezählt. Auch die Gruppe der 50- bis 65-Jährigen ist im Januar um 240 auf 1638 gestiegen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent erhöht.

Trotz der aktuellen Arbeitsmarkt-Depression fiel die Zahl der Arbeitslosen innerhalb eines Jahres um 133 Männer und Frauen, also um 2,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug also 6,0 Prozent. pbe