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Saison-Höhepunkt für Speedskater

Saison-Höhepunkt für Speedskater

Homburg. Die Speedskater-Abteilung des Eis- und Rollsportclubs (ERC) Homburg richtet an diesem Wochenende ihr 19. internationales Kriterium aus. Aufgrund des diesmal kleineren Interesses - es werden lediglich etwas mehr als 70 Starter aus dem In- und Ausland auf der Anlage in den Schrebergärten neben dem Hela-Baumarkt vor Ort sein - wurde der Programmablauf gestrafft

Homburg. Die Speedskater-Abteilung des Eis- und Rollsportclubs (ERC) Homburg richtet an diesem Wochenende ihr 19. internationales Kriterium aus. Aufgrund des diesmal kleineren Interesses - es werden lediglich etwas mehr als 70 Starter aus dem In- und Ausland auf der Anlage in den Schrebergärten neben dem Hela-Baumarkt vor Ort sein - wurde der Programmablauf gestrafft.Das komplette Geschehen auf der Bahn geht bereits am morgigen Samstag über die Bühne. Einen Tag später findet dann nur noch ab 10 Uhr der dritte Homburger Straßenlauf rund um die Rollsportanlage statt. "Die Jahr für Jahr rückläufigen Starterzahlen hängen einerseits mit verschiedenen Konkurrenzveranstaltungen im Speedskating am gleichen Wochenende zusammen und andererseits sind sie auch auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen. Man muss sich ja nur einmal die ständig steigenden Benzinpreise vor Augen führen. Und da überlegen sich manche Vereine bei einer Anreise von vielen hundert Kilometern zwei Mal, ob sie den weiten Weg ins Saarland auf sich nehmen wollen", sagt Stephan Heß, der Geschäftsführer des ERC Homburg.

Das Programm wird am Samstag um 10 Uhr mit dem fünften Geschicklichkeits-Cup eröffnet. Die Begrüßung der Teilnehmer der Bahnwettkämpfe folgt um 14 Uhr, ehe eine halbe Stunde später der erste Startschuss erfolgt. Dabei gibt es verschiedene Läufe - von den Jüngsten an bis hoch zu den Senioren. Auch Breitensportler können im Oval ihre Kräfte messen. Für sehr viel Spannung werden auch wieder die spektakulären Staffelwettbewerbe sorgen, bei denen sich die Teilnehmer in der Wechselzone keine Fehler erlauben dürfen.

Auch die Homburger Starter wollen sich vor dem eigenen Publikum gut aus der Affäre ziehen. Sie wurden vom Trainerteam um Sabrina Schäfer, Anna Scheidhauer, Dirk Breder, Heiko Perske und Roland Löw gezielt vorbereitet.

ERC-Ausnahmefahrer Erik Heß, der kürzlich seinen 15. Geburtstag feierte, ist sehr gut in die neue Saison gestartet. Er hatte in der vergangenen Runde bei den süddeutschen Meisterschaften zwei Silber-Medaillen ergattert und bei der DM gleich zwei Mal den undankbaren vierten Platz belegt. In diesem Jahr ist die Qualifikation für die Europameisterschaft in Italien sein großes Ziel. Außerdem will er auch weiterhin das deutsche Nationaltrikot tragen. "Gerade der Straßenlauf am Sonntag bietet die optimale Gelegenheit, einmal unverbindlich in unsere Sportart hineinzuschnuppern. Beim Speedskating kann man sich deutlich Gelenk schonender als beispielsweise beim Joggen fit halten, da das Gewicht getragen wird", meint Stephan Heß und ergänzt: "Wir können auf der Bahn oder auch auf Fahrradwegen trainieren. Es ist nie zu spät, um mit Speedskating anzufangen. Die ersten Erfolge stellen sich bei entsprechendem Eifer schnell ein."

Obwohl Speedskating durch die vielen Tempowechsel und Positionskämpfe für die Zuschauer einiges zu bieten hat, gibt es nur ganz selten ernsthafte Verletzungen. Die Fahrer sind von Kopf bis Fuß sehr gut geschützt, so kommt es bei Stürzen meist nur zu Hautabschürfungen. "Auch das ist ein Vorteil gegenüber Zweikampfsportarten", meint Heß, dessen Verein außerdem noch Rollkunstlauf, Hockey und Frauengymnastik anbietet.

erc-homburg.de

"Beim Speedskating kann man sich deutlich Gelenk

schonender als beim Joggen fit halten."

 Stabile Kurvenlage: Die Starter des ERC Homburg um den Nationalfahrer Erik Heß (Fünfter von vorne) freuen sich auf das eigene Kriterium an diesem Wochenende. Foto: Stefan Holzhauser
Stabile Kurvenlage: Die Starter des ERC Homburg um den Nationalfahrer Erik Heß (Fünfter von vorne) freuen sich auf das eigene Kriterium an diesem Wochenende. Foto: Stefan Holzhauser

Stephan Heß, Geschäftsführer des ERC Homburg