Bahnhofsturm und Brezel: „Saarmojis“ bekommen Nachahmer in Stuttgart

Bahnhofsturm und Brezel : „Saarmojis“ bekommen Nachahmer in Stuttgart

Seit einem Jahr sind die fröhlichen „Saarmojis“ in der digitalen Welt unterwegs. Bald gibt es eine schwäbische Variante: die „Stumojis“.

Die „Saarmojis“ aus dem Saarland – digitale Stimmungsbildchen für SMS, Whats-App-Nachrichten und Mails – bekommen schwäbische Verwandtschaft. Im April werden die „Stumojis“, Emojis für die Stadt Stuttgart und die Region, an den Start gehen. Das kündigte „Saarmoji“-Erfinderin Zymryte Hoxhaj an. Auch die „Stumojis“ sind von der Saarbrücker Kreativgemeinschaft Bureau Stabil erstellt worden.

Im Saarland gibt es bislang 450 Bilder aus insgesamt zwölf Kategorien – darunter Essen und Trinken, Redensarten, Sport und Stimmung. Stuttgart wird zunächst mit rund 200 Emojis starten. Darunter sind markante Gebäude wie der Bahnhof und der Fernsehturm ebenso wie die typische Brezel oder Aussprüche wie „Baschda“ und „Seggl“ (für Dummkopf).

Auf den Markt gebracht werden die kostenlosen „Stumojis“ von drei Jungunternehmern aus der Medienbranche, die vom saarländischen Vorbild begeistert sind. „Es ist toll, dass wir nun die zweite Region mit eigenen Emojis sind“, sagte Patrick Bulander, Geschäftsführer des Medienunternehmens Geheimtipp Stuttgart. Es gehe um Liebe zur eigenen Stadt und deren Image. „Stuttgart hat mehr zu bieten als Feinstaub und Stuttgart 21“, sagte der 36-Jährige. „Wir möchten, dass man auch das große Potenzial sieht.“

Das Saarland ist mit seinen „Saarmojis“ wie der Lyoner-Wurst, dem Schwenker-Grill oder typischen Sprüchen wie „Hauptsach gudd gess!“ oder „Ei joo“ innerhalb eines Jahres auf eine Resonanz gestoßen, die selbst die Erfinderin nicht erwartet hatte. Mittlerweile verzeichnet die Diplom-Designerin rund 160 000 Downloads, mehr als 3 Millionen Mal wurden die Bildchen bereits versendet – bis nach Australien und Brasilien.

Bulander ist überzeugt, dass dies nur ein kleiner Schritt auf einer Erfolgstour ist. „Wir können es kaum erwarten, dass die "Stumojis" an den Start und rund um die Welt gehen“, sagte er. Seine Hoffnung sei, „dass wir damit jetzt auch noch eine Vorreiter-Rolle für Städte wie Hamburg, München und Berlin übernehmen“.

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