1. Saarland

Saarlouiser FDP hat jeden Reiz verloren

Saarlouiser FDP hat jeden Reiz verloren

FDPSaarlouiser FDP hat jeden Reiz verlorenZum Artikel "Völlig fern der Basis" (5. Januar)Ich muss schon sagen, dass ich sehr enttäuscht über die Reaktion der Parteiführung bin

FDP

Saarlouiser FDP hat jeden Reiz verloren

Zum Artikel "Völlig fern der Basis" (5. Januar)

Ich muss schon sagen, dass ich sehr enttäuscht über die Reaktion der Parteiführung bin. In einer demokratischen Partei sollte man eigentlich seine Meinung frei äußern dürfen, ohne sich für jede Kleinigkeit entschuldigen zu müssen - zumal alle Tweets von Jörg Arweiler sachlich waren und niemand persönlich angegriffen wurde. Das war nichts im Vergleich zu dem, was sich Christoph Kühn und Co. momentan leisten. Auch Wolfgang Krichel sollte sich mal an die eigene Nase packen. Wer hauptsächlich der Parteiführung nachplappert und keine eigenen Ideen liefert, müsste eigentlich froh sein, jemanden wie Arweiler in der Partei zu haben, der Themen aufgreift, die die große Mehrheit und nicht nur eine reiche Minderheit ansprechen und auch mal den Mut hat, offen auf Missstände hinzuweisen. Da jetzt einer der letzten guten Saarlouiser FDPler von Bord gemobbt wurde, hat diese Partei für mich jeden Reiz verloren. Die neuesten Umfragewerte zeigen, dass es mir nicht alleine so geht.

Alexa Gerber, Saarlouis

Bepflanzungen

Bürgerinformation? Fehlanzeige!

Zu dem Bericht "20 Straßen bekommen Bäume im Rahmen des Alleenkonzeptes" (22. Dezember)

Wie auch immer man zu den Pflanzmaßnahmen steht, mir stellt sich die Frage, warum die Anlieger der betreffenden Straßen nicht mal vorab ordentlich informiert werden. Da kursieren Informationen oder sind es nur Gerüchte? Der eine weiß was, der andere hat mal was gehört und wieder andere wissen noch gar nichts. Was ist das für eine Informationspolitik? Früher gab es regelmäßige Bürgerinformationsveranstaltungen, bevor Straßen um- oder ausgebaut wurden. Heute gibt es so was nicht mehr. Wie man hört, sind für die Hauptstraße in Beaumarais bereits die Standorte der Bäume festgelegt und beschlossen. Auch der Auftrag soll bereits an eine Firma erteilt worden sein. Die Mitwirkung der Bürger ist nicht gewünscht und auf ihre Meinung wird keinen Wert gelegt, trotz aller Beteuerung der politischen Vertreter in ihren öffentlichen Reden. Es braucht sich keiner zu wundern, wenn bei der anstehenden Landratswahl die Wahlbeteiligung einen historischen Tiefpunkt erreichen wird.

Alfons Weber, Saarlouis

Verkehr

Durch Bäume wird

der Verkehr beruhigt

Zum Leserbrief "Bäume gehören nicht in die Hauptstraße" (4. Januar)

Es ist schon seltsam: In ganz Deutschland regt man sich auf, wenn in Stuttgart Bäume gefällt werden, in Saarlouis dagegen, wenn welche gepflanzt werden sollen. Was der Leserbrief-Verfasser mit Verschärfung der Verkehrssituation meint, ist mir als Anwohner der Hauptstraße nicht ganz klar. Ich empfinde es als "Schärfe", wenn bei Tempolimit 30 ein älteres Ehepaar mit etwa Tempo 80 platt gefahren wird, ein Kind an der roten Ampel überrollt wird, mir nachts in einem Schlag zwei Autos zu Totalschaden gefahren werden oder sich ein Ferrari beim missglückten Überholversuch überschlägt. Muss man selbst in der Hauptstraße Kinder groß gezogen haben, um den Effekt einer Verkehrsberuhigung durch Bäume nicht als "Verschärfung der Verkehrssituation" zu betrachten? Wer nicht in der Hauptstraße wohnt und dem die Bäume dann nicht gefallen, der kann dann ja auch über die Metzer Straße in die Stadt gelangen.

Mario Natale, Saarlouis

Sonntage

Guter Start in die Woche mit Pilates

Zum Leserbrief von Pfarrer Herbert Gräff, Hemmersdorf (3. Januar)

Pfarrer Gräff hat recht: Pilates am Sonntagvormittag ist keine Alternative zum Gottesdienst. Und sein Einsatz für den arbeitsfreien Sonntag ist ehrenhaft. Die Katholische Erwachsenenbildung im Kreis Saarlouis e. V. (ein Verein!) ist dabei auf seiner Seite. Er und die Leser der SZ mögen aber bitte bedenken: Am Sonntagmorgen ist längst nicht mehr in jeder der Kirchen des Kreises Saarlouis ein Hochamt. Umgekehrt gibt es für Kirchgänger Gelegenheit, Vorabendmessen und andere Gottesdienste zu besuchen, falls sie an einem Sonntagmorgen etwas anderes unternehmen möchten.

Im Falle des Pilates-Trainings (8. Januar, zehn bis 12.15 Uhr) arbeitet nur die Dozentin - für sie eine willkommene Abwechslung zum Berufsalltag. Die Teilnehmer nutzen gerade den arbeitsfreien Sonntag, um sich gegebenenfalls mit Partner oder der Familie, die in der Woche keine Gelegenheit dazu haben, mit Pilates zu entspannen. Die sonntags sehr ruhige Atmosphäre des Oswald-von-Nell-Breuning-Hauses und die Begegnung mit anderen Menschen sind dazu förderlich. So ein Morgen mit gegenseitigem Wohlwollen, ohne Hektik und Zwang kann ein guter Start in einen Sonntag für den Menschen (vgl. Mk 2,27) sein. Im Übrigen richtet sich dieses wie jedes Angebot der KEB e.V. nicht nur an praktizierende Katholiken. Es kann sogar gerade für Menschen, denen "die Grundwerte unseres Glaubens", von denen Pfarrer Gräff spricht, fremd (geworden) sind, interessant sein und somit einen Zweck erfüllen, der keinem Pfarrer unrecht sein dürfte.

Gerhard Alt, pädagogischer Mitarbeiter der KEB im Kreis Saarlouis e.V.