Zweite Amtszeit von Patrik Lauer als Landrat in Saarlouis beginnt

Patrik Lauer : Neue zehn Jahre im Lieblingsjob

Für Patrik Lauer begann mit der Vereidigung die zweite Amtszeit als Landrat.

Siebeneinhalb Jahre hat er dieses Amt schon inne, für zehn weitere wurde er jetzt vereidigt: Patrik Lauer feierte mit etwa 100 Gästen am Donnerstagabend im großen Sitzungssaal des Landratsamts den Beginn seiner zweiten Amtszeit als Landrat im Kreis Saarlouis.

Seit 15. März 2012 ist Lauer Chef der Kreisverwaltung. Damals folgte er Monika Bachmann nach. Am 26. Mai dieses Jahres wurde der 55-Jährige wiedergewählt. Der Sozialdemokrat erreichte 61,05 Prozent der Stimmen gegenüber 38,95 seines CDU-Konkurrenten Raphael Schäfer und hatte dabei in allen 13 Städten und Gemeinden des Kreises die Nase vorn.

„Die Betonung liegt auf Stunde“, meinte Oswald Kriebs zum Beginn der Feier. Dem ersten Kreisbeigeordneten würde später der formale Akt der Vereidigung von Lauer obliegen. Zunächst übernahm er aber die Begrüßung. Er beschränkte sich auf die Familie und auf die Akteure und überließ den Lobrednern alsbald das Feld. Kriebs wollte nur das eine anmerken: In Lauers Büro sei eine Fackel zu sehen, für ihn, Kriebs, ein passendes Symbol, und er zählte auf, für wen und was Lauer brenne.

Die Sparkassenpräsidentin und frühere Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider – „du bist nie halb da, sondern immer ganz“ – und der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald (CDU) – „du bist mein roter Bruder“ – zeichneten ein durch und durch positives Bild vom Landrat und Menschen Patrik Lauer. Und der so Gelobte empfand sich „gut getroffen“.

Lauer nannte sich einen „Glückspilz“, mit solch einer Familie, Freunden, Mitarbeitern oder auch diesem Kreistag. Froh über seine rot-rot-grün-gelbe Koalition (wir berichteten) bat er auch die Opposition die Zukunftsaufgaben gemeinsam anzupacken. „Landrat dieses Landkreises zu sein ist ein Privileg“, sagte Lauer zu seinem „Lieblingsjob“. So oft ihm auch Ambitionen auf andere Ämter etwa in Saarbrücken als Minister nachgesagt würden, das reize ihn nicht. Dies unterstrich er, nachdem zum Schluss der Feier ein Chor von Frauen und Männern aus dem Landratsamt für ihn den umgedichteten Song „Y.M.C.A“ der Gruppe „Village People“ („Wir sind so froh mit Lauer als Chef“) geschmettert hatte. „Glauben Sie ernsthaft, dass ich das in irgendeinem Ministerium hätte?“, fragte er in die Runde.

Für einen guten Rahmen sorgten die Band „Shyle“ mit starken Stücken und nach dem offiziellen Teil die Landfrauen aus Hemmersdorf mit feinen kleinen Häppchen, bei denen es sich viele der Gäste noch lange gut gehen ließen.

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