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Wie viele Schüler nutzen im Kreis Saarlouis das Präsenzangebot vor ort

Für Klassenstufen 1 bis 6 : Wie viele Schüler nutzen im Landkreis Saarlouis das Präsenzangebot?

Für Schüler der Klassenstufen 1 bis 6, die nicht zu Hause betreut werden können, gibt es eine Alternative. Die SZ hat beim Bildungsministerium nachgefragt, wie viele dies im Kreis Saarlouis in Anspruch nehmen.

Aktuell ist in den saarländischen Schulen die Präsenzpflicht ausgesetzt, und bis auf die Abschlussklassen sind viele Schülerinnen und Schüler zu Hause im Online-Unterricht.

Für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6, die nicht anderweitig betreut werden können, etwa aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern oder, weil sie über kein geeignetes Lernumfeld für das digital gestützte Lernen zu Hause verfügen, gibt es in den Schulen laut saarländischem Bildungsministerium ein angepasstes pädagogisches Angebot.

Die SZ wollte wissen, wie viele Schülerinnen und Schüler im Landkreis Saarlouis dieses Präsenzangebot am Vormittag nutzen. Wie das Bildungsministerium auf Anfrage nun mitteilte, waren in der zweiten Kalenderwoche rund 1000 Grundschüler für dieses angemeldet. „Das entspricht zirka 18 Prozent der Gesamtschülerzahl“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Von den Klassenstufen 5 und 6 an den Gemeinschaftsschulen waren 98 Schüler vor Ort. Dies entspricht laut Ministerium etwa drei Prozent der Gesamtschülerzahl. Und an den Gymnasien im Kreis nutzen von den Fünf- und Sechstklässlern etwa 26 Schüler das Angebot, was zwei Prozent der Gesamtschülerzahl ausmacht.

„Der Anteil der Schüler, die für das Präsenzangebot am Vormittag angemeldet sind, liegt im Durchschnitt bei rund acht Prozent und reicht von zwei Prozent bis 18 Prozent“, teilte die Sprecherin weiter mit.

Zudem wollte die SZ wissen, wie die Resonanz der Eltern aussieht. „Wir bekommen die Rückmeldung, dass sehr viele Eltern dankbar sind, dass es die Präsenzangebote gibt und die Betreuung ihrer Kinder gesichert ist“, so die Antwort.

Die Präsenzangebote stehen auch Schülern der weiteren Jahrgangsstufen zur Verfügung, die kein geeignetes Lernumfeld zu Hause haben. „Insbesondere die Eltern von Schülern, für die aus Sicht der jeweiligen Schule eine Teilnahme am Präsenzangebot dringend empfohlen wird, sollen von der Schule dahingehend beraten werden, das schulische Präsenzangebot für ihre Kinder in Anspruch zu nehmen“, schreibt das Bildungsministerium.

Eltern sollen die Teilnahme ihrer Kinder an den Präsenzangeboten bis dienstags für die kommende Woche anmelden.

Gleichzeitig gilt der Grundsatz, dass Eltern weiterhin aufgefordert sind, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen und Schüler zu Hause beschult werden.