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Wie trotz Corona im Kreis Saarlouis Ostern gefeiert wird

Kostenpflichtiger Inhalt: Feiern in der Pandemie : Wenn Ostern manches anders ist

Bald ist Ostern. Noch immer ist Pandemie. Wie feiern die Menschen Ostern dieses Jahr? Die SZ hat in Saarlouis nachgefragt.

Das Osterfest steht vor der Tür. Ein Ostern wie sonst wird es für einige Menschen nicht werden. Denn auch über die Feiertage gelten die Beschränkungen zum Schutz der Gesellschaft fort. Für viele Menschen bedeutet das, auf die Gesellschaft ihrer Liebsten an Ostern verzichten zu müssen. Die SZ hat sich in Saarlouis umgehört und wollte wissen, was dieses Ostern anders ist als sonst und was wie gewohnt verläuft.

Der 46-jährige Andreas Augustin aus Saarwellingen feiert trotz Pandemie Ostern wie gewohnt: „In der Familie. Ich bin kein großer Kirchgänger“, meint Augustin. Mit der Fastenzeit nimmt er es aber ernst. „Da wird kein Tropfen Alkohol getrunken“, sagt Augustin und ergänzt: „Ansonsten nimmt an Ostern alles seinen gewöhnlichen Gang.“

Andreas Augustin Foto: Markus Renz

Bei Peter Spies (22) aus Saarlouis wird dieses Ostern hingegen voraussichtlich nichts wie gewöhnlich. „Normalerweise hätte der Osterhase für meine kleine Schwester Ostereier im Garten versteckt. Das wird leider ausfallen müssen“, sagt Spies. Ohnehin sei Ostern für seine jüngere Schwester weniger greifbar, da nicht wie sonst die Schulferien einen zeitlichen Rahmen gäben. Und auch Spies ist nicht in Osterstimmung gekommen: „Ich habe dieses Jahr noch kein einziges Schokoei gekauft oder gegessen.“ An ihrem traditionellen Filmnachmittag zu Ostern will Familie Spies aber festhalten.

Peter Spies Foto: Markus Renz

Auch Familie Seiler aus Wadgassen muss dieses Ostern etwas Verzicht leisten. „Treffen mit Freunden zu Ostern wird es dieses Jahr nicht geben“, sagt Pia Seiler (54). Und auch sonstige Familienbesuche hat Familie Seiler nicht geplant. „Ich werde mit meinem Mann etwas Schönes kochen. Lamm zum Beispiel“, sagt Seiler.

Pia Seiler Foto: Markus Renz

Vinzenz Altmeyer (70) aus Elm kann dieses Ostern nicht wie sonst im großen Kreis der Familie mit 14 Personen feiern. „Sondern nur mit meiner Frau und unserem Hund.“ Einen schönen Tag wollen sie sich aber machen: „Wir möchten draußen in unserem Grillhäuschen grillen. Und so kommen bei Familie Altmeyer dieses Jahr nicht wie sonst Rouladen und Rindfleischsuppe auf den Tisch, sondern Gegrilltes.

Vinzenz Altmeyer Foto: Markus Renz

Für Martina Dietz (41) aus Fraulautern war schon letztes Ostern anders und dieses wird es erst recht. „Meine Mutter ist seit letztem Jahr im Pflegeheim. Da haben wir mit ihr zum ersten Mal dort Ostern gefeiert. Dieses Jahr können wir sie wegen des Besuchsverbots gar nicht sehen“, sagt Dietz und meint: „Das drückt schwer aufs Gemüt.“

Martina Dietz Foto: Markus Renz

Die 79-jährige Christina Kirchen aus Saarlouis fühlt sich von der Ausgangsbeschränkung nicht erheblich beeinträchtigt. „Zum Einkaufen komme ich ja noch. Und die Ostereinkäufe kann man ja rechtzeitig machen“, meint Kirchen. Sie möchte sich zu Ostern etwas Gutes kochen und in Ruhe zu Hause den Tag genießen.

Christa Kirchen Foto: Markus Renz

Laura Barra (36) aus Wadgassen lässt Ostern einfach auf sich zukommen: „Ich habe noch nichts Großartiges geplant. Wahrscheinlich werde ich zu Hause mit der Familie feiern“, sagt sie. Nachdem aus dem Grillen mit Freunden dieses Jahr schon nichts wird, ist ein Ausflug mit der Familie auch Geschichte. „Eigentlich wollten wir bei schönem Wetter wegfahren. Das machen wir höchstwahrscheinlich nicht“, sagt Barra.

Laura Barra Foto: Markus Renz
Marion Schmidt Foto: Markus Renz

Marion Schmidt (62) aus Losheim am See wünscht sich und allen Menschen zu Ostern: „Dass wir alle nicht krank werden von dem bösartigen Virus.“ Zu Ostern hätte sie gerne ihre kranke Mutter besucht. Da auch sonstige Familienbesuche wegen der Ausgangsbeschränkungen wohl nicht umsetzbar sind, möchte Schmidt die Zeit gemeinsam mit ihrem Mann verbringen.