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Wie ein Gemälde in Musik

Wie ein Gemälde in Musik

Saarlouis. Zehn Jahre Mendelssohn-Chor Saarlouis und gleichzeitig der 200. Jahrestag des Geburtstags des Namensgebers: Gleich ein doppelter Grund für die 70 Sängerinnen und Sänger des Chores also, das Jubiläum mit einem festlichen Konzert im Theater am Ring zu feiern. Ein Konzert, das ein strahlendes Glanzlicht im Kulturprogramm der Saison gesetzt hat

Saarlouis. Zehn Jahre Mendelssohn-Chor Saarlouis und gleichzeitig der 200. Jahrestag des Geburtstags des Namensgebers: Gleich ein doppelter Grund für die 70 Sängerinnen und Sänger des Chores also, das Jubiläum mit einem festlichen Konzert im Theater am Ring zu feiern. Ein Konzert, das ein strahlendes Glanzlicht im Kulturprogramm der Saison gesetzt hat. Eröffnet wurde das Konzert vom saarländischen Staatsorchester und der jungen Violin-Solistin Luise Kopp mit einem der ewigen Ohrwürmer aus der Feder Mendelssohns, dem E-Moll-Violinkonzert Opus 64. Eine Herausforderung, die die junge Geigerin, die im Übrigen auch Mitglied des Kreis-Symphonie-Orchesters ist, bravourös und in furiosem Tempo meisterte. Auch mit dem Psalm 42 "Wie der Hirsch schreit", hatte sich der Mendelssohn-Chor eines der bekannteren Werke seines Namensgebers vorgenommen, ein Werk, von dem Fanny Hensel, die Schwester des Komponisten, einmal sagte, Mendelssohn habe den Psalm auf eine völlig neue Art wie ein "zusammenhängendes Gemälde" in Musik gefasst. Den Solopart des Psalmes hatte die Sopranistin Henrike Jacob übernommen. Mendelssohns Sinfonie Nr.2 "Lobgesang", ein Werk, das in vollendeter Weise symphonische Musik und Chorgesang verbindet, bildete den zweiten Teil des Konzertprogrammes. Dazu hatte der Mendelssohn-Chor die Sopranistin Brigitte Steinbacher-Zauner und den Tenor Erwin Feith verpflichten können. Eine reife Meisterleistung des noch jungen Chores aus Roden und seines Chorleiters war dieses glanzvolle Konzert. Schade nur, dass der Chor an manchen Stellen Schwierigkeiten hatte, sich aus dem Hintergrund der Bühne gegen das Orchester durchzusetzen. Nichtsdestotrotz gab es von den Zuhörern im nahezu vollbesetzen Theater am Ring in Saarlouis riesigen Beifall.