Wer zuerst kommt ...

Saarlouis. Wegen eines Parkplatzes rastete ein Autofahrer am Samstagnachmittag in Saarlouis völlig aus. Eine 30-jährige Frau hatte auf dem Großen Markt ihren Peugeot gerade rückwärts in eine Parklücke eingeparkt, als aus einem schwarzen BMW der Fahrer erregt heraussprang

Saarlouis. Wegen eines Parkplatzes rastete ein Autofahrer am Samstagnachmittag in Saarlouis völlig aus. Eine 30-jährige Frau hatte auf dem Großen Markt ihren Peugeot gerade rückwärts in eine Parklücke eingeparkt, als aus einem schwarzen BMW der Fahrer erregt heraussprang. Er schrie die Frau an, beleidigte sie mit massiven Schimpfworten und versuchte mehrmals ihre Wagentür zu öffnen, die aber abgeschlossen war. Nachdem er mehrmals erfolglos am Türgriff gerissen hatte, hörte er endlich auf die Aufforderung seiner Beifahrerin, wieder einzusteigen und wegzufahren. Grund für den Ausraster war vermutlich, dass der Mann auch in diese Parklücke hatte einfahren wollen.Kommt es zu einem solchen Parklückenkonflikt dann darf, so betont die Polizei, derjenige den Parkplatz besetzen, der nach den Verkehrsregeln zuerst dort einfährt. Die Ermittlungen nach dem Fahrer wurden über das Autokennzeichen eingeleitet; er muss nach Polizeiangaben mit einer Strafanzeige wegen Beleidigung rechnen. redSachdienliche Hinweise zu dem Vorfall an die Polizei in Saarlouis, Telefon (06831) 9010.Meinung

Schreien bringt nichts

Von SZ-RedakteurinMonika Kühn Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Und der Dritte dürfte in dem Parklückenkonflikt wohl ein Anwalt sein. Doch was bringen solche Wutausbrüche? Erstens ist die Rechtslage im geschilderten Fall eindeutig. Selbst wenn der BMW-Fahrer die Parklücke zuerst entdeckt hätte, aber zu spät kam, weil er vielleicht noch einen Passanten vorbeiließ, solch verbale Attacken bringen nur unnötigen Ärger für alle Beteiligten. Und im geschilderten Fall bewahrheitet sich auch das Sprichwort: Wer schreit, ist im Unrecht.

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