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Was als Bruderschaft der Mütter begann

Fraulautern. Die ersten Schritte zur Gründung der heutigen Katholischen Frauengemeinschaft Hl. Dreifaltigkeit Fraulautern wurden im Jahr 1884 unter Pfarrer Heinrich Feiten getan. Er hatte die Gründung einer solchen Gemeinschaft, die sich zuerst "Christlicher Mütterverein" nannte, als ein Bedürfnis für die Pfarrei erkannt Von SZ-Mitarbeiter Raimund Kläser

Fraulautern. Die ersten Schritte zur Gründung der heutigen Katholischen Frauengemeinschaft Hl. Dreifaltigkeit Fraulautern wurden im Jahr 1884 unter Pfarrer Heinrich Feiten getan. Er hatte die Gründung einer solchen Gemeinschaft, die sich zuerst "Christlicher Mütterverein" nannte, als ein Bedürfnis für die Pfarrei erkannt.Ermutigt durch die wachsende Mitgliederzahl wurden weitere Schritte zur Gründung getan. Man erstellte Statuten, die am 3. November 1884 von Bischof Michael Felix Korum in einer Urkunde genehmigt wurden. Damit war die "Bruderschaft der christlichen Mütter" in Fraulautern gegründet. Präses wurde Kaplan Johann Windhausen. Sein Nachfolger war Pastor Anton Richar, der den Verein bis 1891 leitete. Dann übernahm Pastor Josef Heydinger die Führung. Ihm folgte 1916 Pastor Johann Erb. 1921 kam Pastor Josef Gilles nach Fraulautern. Er war bis zu seinem Tod 1948 Präses des Vereins. Aus dieser Zeit wird von einem Aufblühen der kirchlichen Vereine, somit auch des Müttervereins, berichtet. Im Jahr 1928 schloss sich der Verein dem neu gegründeten Diözesanverband Trier an. Die Mitgliederzahl stieg auf 1300 an. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrach die Aufwärtsentwicklung des Müttervereins. Der Verband wurde aufgelöst. 1948 wurde Pastor Alois Pyroth Pfarrer in Fraulautern. Er war ein engagierter Seelsorger und väterlicher Begleiter der Frauen und Mütter. Unter seiner Leitung wurde die Tätigkeit des Vereins wieder aufgenommen. Bedingt durch die wirtschaftliche Not der Nachkriegsjahre sah der Verein die karitative Hilfe als vorrangige Aufgabe Aufgabe an. Schutzpatronin wurde jetzt die heilige Elisabeth. 1961 übernahm Margarete Hemmer den Vorsitz. Aus der Gebetsgemeinschaft des Müttervereins entwickelte sich im Laufe der Jahre eine lebendige Frauengemeinschaft, die sich den Anforderungen der Zeit stellte. 1968 erfolgte die Namensänderung in "Katholische Frauengemeinschaft Deutschland" (kurz: kfd). Seitdem können auch unverheiratete Frauen Mitglied des Vereins werden. 1970 kam Pastor Willi Rodermann nach Fraulautern und wurde somit Präses der Frauengemeinschaft. Diese übernahm immer mehr Aufgaben in der Pfarrei: Caritassammlungen wurden von den Förderinnen durchgeführt, und bei Pfarrfesten und Basaren war die Frauengemeinschaft mit großem Einsatz dabei. Das ist auch heute noch so. 1975 wählte die Gemeinschaft Maria Zell zur Vorsitzenden. Die monatliche Frauenmesse am Abend des Herz-Jesu-Freitags wurde jetzt wieder eingeführt. Seit 1987 findet dieser Gottesdienst am ersten Mittwoch im Monat morgens (8.30 Uhr) statt. Einkehrtage, Wallfahrten, Ausflüge wurden fester Bestandteil der Vereinsarbeit. 1984 wurde Pastor Rolf Dehm Seelsorger in Fraulautern und neuer Präses der kfd. 1986 gab Maria Zell den Vorsitz an Rosemarie Hower ab, die noch immer - und das nun schon 23 Jahre lang - mit großem Engagement die Frauengemeinschaft führt. Maria Zell wurde für ihre langjährige verdienstvolle Tätigkeit zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Frauen unterstützen kfd-Hilfsprojekte im Diözesanverband Trier (Aktion "Babykorb"), in Polen, Rumänien, in der Ukraine und dem ehemaligen Jugoslawien.




Auf einen BlickDie Katholische Frauengemeinschaft Hl. Dreifaltigkeit Fraulautern hat zur Zeit 300 Mitglieder. Der Vorstand im Jubiläumsjahr: Vorsitzende Rosemarie Hower; zweite Vorsitzende Therese Herrmann; Kassiererin Gudrun Schmitt; zweite Kassiererin Hanna Schmidt; Schriftführerin Ulrike Schmolenzky; zweite Schriftführerin Gisela Kiefer; Beisitzerinnen Renate Amann, Karin Weiler und Elisabeth Wey; Ehrenvorsitzende Maria Zell; geistlicher Begleiter und Präses Pastor Rolf Dehm.Alle Frauen der Pfarrei, die bei der Frauengemeinschaft Mitglied werden möchten oder sich für die Mitarbeit im Vorstand oder im Förderinnenkreis interessieren, können sich bei der Vorsitzenden Rosemarie Hower, Telefon (06831) 814 61, informieren und anmelden. rk