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Warum Gartenarbeit nicht nur in der Corona-Pandemie Glück sein kann

Freiheit in der Pandemie : Im Garten – Wo Arbeit Glück ist

Monika Lambert-Debong, Vorsitzende des Verbands der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz, gibt Tipps, was man jetzt im Garten alles tun kann.

„In einer Zeit wie dieser ist der Garten eine Erfahrung“, schwärmt Monika Lambert-Debong. Die Gärtnerin und Vorsitzende des Verbands der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz will gerade in der Pandemie ihren Garten nicht missen. „Wohl dem, der sich jetzt noch frei bewegen kann“, meint sie.

Und Bewegung hat Lambert-Debong beim Arbeiten im heimischen Garten genügend. „Ein schönes Gefühl, wenn einem abends nach getaner Arbeit der Rücken weh tut... Man hat etwas geschafft“, sagt die Gärtnerin.

Eine arbeitsfreie Zeit gibt es im Garten das Jahr über eigentlich nicht. Doch für Lambert-Debong ist da kein „eigentlich“ dabei. Und so ist Gartenarbeit nicht Arbeit, sondern gelebtes Glück: „Das ist pure Freude, so kann man das wohl sagen.“ Egal, ob Schneiden, Mähen, Harken oder Säen: „Das gehört alles dazu“, meint Lambert-Debong.

Gerade im Frühjahr gelte es im Garten anzupacken und Vorarbeit zu leisten. „Jetzt ist die richtige Zeit, um den Boden vorzubereiten. Er kann gelockert und Kompost auf ihm ausgebracht werden“, sagt die Vorsitzende der Gartenbauvereine. Pflanzkartoffeln könnten etwa gesetzt werden. An Pflanzensamen mangelt es in der Corona-Krise laut Lambert-Debong bislang nicht. „Die Gärtnereien und Gartencenter haben unverändert geöffnet. Und wer da nicht fündig wird, kann auch im Internet bestellen.“

Bei aller Gartenlust sollten Heimgärtner aber die Jahreszeit nicht aus den Augen verlieren. „Natürlich muss man aufpassen. Es ist ja bald Eisheilige und jede Pflanze benötigt eine bestimmte mittlere Bodentemperatur, sonst geht sie ein“, erklärt Gärtnerin Lambert-Debong. Wer aber ein Gewächshaus habe, könne sich durchaus schon ans Pflanzen von Salat und Radieschen wagen.

Und wer weitere Arbeit im Freien sucht, der kann Obstbäume schneiden, Stauden pflanzen oder Gehölze eintopfen. Zu all den Möglichkeiten meint die Vorsitzende der Gartenbauvereine: „Die Gartenarbeit braucht natürlich Struktur. Ich plane meinen eigenen Garten so, dass er das Jahr über farbenfroh ist. Im Frühjahr blüht es und im Herbst gibt es buntes Laub.“

ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Katja Fischer vom 20. Juni 2019: Bei Trockenheit kann man den Rasen getrost etwas höher wachsen lassen. Dann können sich die Pflanzen gegenseitig besser Schatten spenden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Für Lambert-Debong gehört zum heimischen Garten auch ein Kompost. Mit einem Hexler zerkleinert die Gärtnerin anfallendes Grüngut und kompostiert es. „Den entstandenen Kompost verwende ich dann zum Beispiel als Erde für die Stauden“, sagt Gärtnerin Lambert-Debong. Nach ihrer Lieblingspflanze gefragt, muss sie erst einmal überlegen: „Hm, schwierig. Ich mag so viele Pflanzen. Ich glaube Heinbuchenhecken. Die wachsen explosionsartig und sind so sattgrün.“