Zeit für einen neuen Atem

Gisingen. Der Lyrik-Band "Unsere Zeit braucht neuen Atem" ist das Werk von drei Autorinnen, einer Künstlerin und einer Verlegerin. Martina Merks-Krahforst vom Etaina-Verlag in Tholey hat mit ausgewählten Texten von Uta Maria Abel aus St

Gisingen. Der Lyrik-Band "Unsere Zeit braucht neuen Atem" ist das Werk von drei Autorinnen, einer Künstlerin und einer Verlegerin. Martina Merks-Krahforst vom Etaina-Verlag in Tholey hat mit ausgewählten Texten von Uta Maria Abel aus St. Ingbert, Ursula Straß aus Hasborn und Marlies Böhm aus Dillingen sowie Illustrationen der in Falscheid lebenden Künstlerin Chantal Marx eine bemerkenswerte literarische Einheit geschaffen. Am Sonntag, 20. Februar, wird um 15.30 Uhr der Lyrik-Band im Bauernhausmuseum des Landkreises Saarlouis, dem Haus Saargau in Gisingen, präsentiert.Uta Maria Abel und Ursula Straß stellen eine Auswahl ihrer Texte vor. Martina Merks-Krahforst wird eine Gedichtsauswahl von Marlies Böhm lesen. Uta Maria Abel betrachtet tiefe Gefühlswelten vom Neubeginn bis hin zum Heimweh, schwingt sich über die Gefühlsvielfalt der Hormonschwankungen und fasst die Empörung über erschreckende Nachrichten in Zeitungsartikeln in starke Worte. Marlies Böhm zieht durch Natur und Jahreszeiten, betrachtet gesellschaftskritisch die Gefühls-, Arbeits- und Wohnwelt und führt den Leser in scheinbare Banalitäten, wie etwa in ein Hausfrauen-Leben, ein. Ursula Straß blickt mit dem Leser aus dem Fenster, treibt ihn durch Wind und Wetter, Zeit und Raum. Ein geheimnisvoller Blick in die Märchenwelt lässt Dornröschen erwachen und das alte Schloss zum Leben erwecken.

Chantal Marx hat das Buch mit Aufnahmen ihrer Skulpturen illustriert. Diese tönernen Frauenskulpturen wirken wie Stereotype weiblicher Formgebung. Wiederkehrende Ähnlichkeit trotzt der Verschiedenheit der Farben, Formen und Ornamente und reizt so zum Hinschauen, Vergleichen und Nachdenken.

Einen Einblick in das Kunstschaffen von Chantal Marx erhalten die Gäste des Hauses Saargau, denn am 20. Februar ist gleichzeitig die Finissage der Skulpturenausstellung im Bauernhausmuseum. Der Eintritt ist frei. red