1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Wallerfangen

Wallerfanger Krippe bleibt weiterhin geschlossen

Wallerfanger Krippe bleibt weiterhin geschlossen

So hatte sich das bei der Eröffnung der neuen Kinderkrippe in Wallerfangen niemand vorgestellt: Nach knapp drei Wochen war die Einrichtung wieder zu und sie ist es immer noch. Für die Gemeinde ist der Schaden groß.

. Die Kinderkrippe "Kinderland Wallerfangen " bleibt wegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung weiterhin geschlossen. Die im September neu eröffnete Einrichtung auf der Wallerfanger Adolphshöhe ist bereits seit Anfang Oktober nicht mehr in Betrieb (die SZ berichtete). Nachdem eine gesundheitsgefährdende Konzentration an Dämpfen in dem Neubau festgestellt worden war, fanden regelmäßig Messungen des Gesundheitsamtes Saarlouis statt. Bei der jüngsten Messung vergangene Woche waren die Werte zwar drastisch gesunken, teilte der Wallerfanger Bürgermeister Günter Zahn gestern auf Anfrage mit, allerdings seien die Ergebnisse noch immer nicht unbedenklich. "Aldehyde" seien für die Schließung verantwortlich, erklärte Zahn; sie stammen aus den natürlichen Baustoffen und sind in hoher Konzentration gefährlich. Die Krippe soll erst wieder eröffnen, wenn eine Gesundheitsgefährdung für die Kleinkinder ausgeschlossen werden kann.

Für die fünf Kinder, die bisher in der Krippe angemeldet sind, wurde der Transport zur und die Betreuung in der Kita Kinderland Saarwellingen organisiert. Auch die zehn Erzieherinnen, die die Gemeinde eingestellt hatte, werden vorübergehend dort eingesetzt.

Seit Wochen wird der Neubau, der in ökologischer Holzbauweise errichtet wurde, auf 30 Grad Raumtemperatur geheizt und stoßgelüftet. Dadurch entstehen der Gemeinde zusätzlich zu den Personalkosten immense Energiekosten. Der Schaden sei insgesamt noch nicht zu beziffern, sagte Bürgermeister Zahn: "Vom Imageschaden ganz zu schweigen." Ob die Gemeinde auf den Kosten sitzen bleiben wird, ist laut Verwaltungschef ebenfalls noch nicht geklärt.

Die Situation in der Einrichtung wird auch im Bildungsausschuss der Landesregierung am Mittwoch diskutiert.