Wallerfangen will Globale nachaltige Kommune voranbringen

Kommunalpolitik : Wallerfanger Rat will Nachhaltigkeit stärken

„Globale nachhaltige Kommunen im Saarland“ ist ein Projekt, an dem sich saarlandweit 13 Kommunen beteiligen. Am Dienstagabend beschloss der Gemeinderat einstimmig, das vor einigen Monaten auch in Wallerfangen begonnene Projekt weiterzubetreiben.

Der Beschluss ermöglicht unter anderem Anträge auf Fördermittel.

Das Projekt „Globale nachhaltige Kommunen im Saarland“ soll die Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen auf der kommunalen Ebene umsetzen. Ergänzend kommen Aspekte der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und der Nachhaltigkeitsstrategie des Saarlandes hinzu. Durch die Teilnahme entstehen Wallerfangen keine finanziellen Verpflichtungen.

Im Rahmen des Projektes ist Wallerfangen eine Modellkommune. Die Beratung erfolgt durch das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement, IfaS. Zwei von deren Projektmanagern informierten über den aktuellen Stand. Allerdings fehlten Beamer und Leinwand für die geplante Power-Point-Präsentation. Somit blieb für die Öffentlichkeit vieles diffus. Dennoch meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Horst Trenz „wir sehen eine Riesenchance für die Gemeinde Wallerfangen“.

Unklar blieb, wie das zu erreichen ist, mit ein paar E-Ladestationen, einem Elektrofahrzeug für den Bauhof sowie einem nicht näher beschriebenen Quartiersprojekt im ehemaligen Jugenddorf Blauloch. Solche Ideen stellten die IfaS-Mitarbeiter als Vorschläge aus den ersten Gesprächen Bürgerinnen und Bürgern dar. Auch das Thema Tourismus wurde nur allgemein angesprochen. Prioritäten sollen in einer noch folgenden Gesprächsrunde abgestimmt werden. Dazu gehöre auch die Nutzung des ehemaligen Jugenddorfs Blauloch.

Bürgermeister Günter Zahn wirkte zwischendurch etwas verwundert über die Unwissenheit des Rates. Monika Scholl, CDU, stellte fest, „dass die Ratsmitglieder hier gar nicht so informiert sind“. Und laut Uwe Kammer, Freie Wähler, werde das Thema „stiefmütterlich behandelt“. Einen Antrag von Kammer auf eine Honorarkraft für drei Monate lehnte die Ratsmehrheit ohne Begründung ab. Laut Kammer könnte die Honorarkraft vorbereitende Arbeiten ausführen. Damit ließen sich dann die im Projekt enthaltenen 30 Beraterstunden der Ifas-Mitarbeiter optimal nutzen.

Geschlossen stimmte der Rat hingegen für die Fortführung der Städtebauförderung 2019 im Zentrum von Wallerfangen. Der Programmbereich „Städtebaulicher Denkmalschutz – Historisches Wallerfangen“ umfasst Sanierungen von Rathaus und Verwaltungsgebäuden. Dazu hat der Rat die Verwaltung unter anderem damit beauftragt, den Antrag auf Fortführung der Förderung im Programmjahr 2019 zu stellen und so zusätzliche Mittel in Höhe von 420 000 Euro für das laufende Jahr zu beantragen.

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