Waldweg zwischen Wallerfangen und Oberlimberg

Sperrung : Verbindungsstraße wird wiederhergestellt

Seit einem Erdrutsch ist die Strecke Wallerfangen und Oberlimberg gesperrt. Jetzt laufen Neubaumaßnahmen an.

Ende Juni hatte die SZ über die anhaltende Sperrung der Verbindungsstraße zwischen Wallerfangen und dem Ortsteil Oberlimberg berichtet. Ein Leser-Reporter aus Saarlouis hatte sich beschwert, dass die bei Wanderern und Radfahrern beliebte Strecke seit über sechs Monaten voll gesperrt ist und nicht einmal von diesen benutzt werden darf. Der Wirt des Ausflugslokals Hotellerie Waldesruh in Oberlimberg hatte sich zudem über Umsatzeinbrüche beklagt.

Die Gemeinde Wallerfangen hatte auf Anfrage mitgeteilt, dass der seit 2. Januar wegen eines Erdrutsches gesperrte Weg vorerst nicht habe geräumt werden können, da immer wieder weiteres Material nachgerutscht sei. Für die Straße habe die Gemeinde nur die Verkehrssicherungspflicht; der Bereich neben der Straße und auch der Abhang sei Privatbesitz, erklärte Bürgermeister Günter Zahn vor rund vier Wochen. Ein Gutachter und ein Anwalt hätten zudem empfohlen, die Sache so zu belassen. Von einem weiteren Gutachter erhoffte sich die Gemeindeverwaltung einen Plan, wie weiter zu verfahren sei.

Der erste Beigeordnete Stefan Schirra teilte als Vertreter des Bürgermeisters nun mit, dass es mittlerweile einen neuen Sachstand gebe. Demnach habe die Gemeinde in der vergangenen Woche die Handlungsempfehlung des Gutachters vom Erdbaulaboratorium Saar erhalten. Demnach soll die Straße nun wiederhergestellt werden: Zunächst werden die losen Erdmassen abgetragen und anschließend entsorgt, dann wird im Abrutschbereich eine Schicht aus Grobkorn-Schotter in Terrassenform angelegt, darauf wird eine Abdeckschicht aufgebracht. Schließlich soll eine Drainage mit Anschluss an die Entwässerungsrinne angelegt werden.

Da die Maßnahme aufgrund der umfänglichen Arbeiten nicht zeitnah vom Bauhof verrichtet werden kann, teilt Schirra mit, habe er die Arbeiten an die Firma Dittgen vergeben. Diese soll noch in dieser Woche mit den Arbeiten beginnen, sie sollen voraussichtlich rund zwei Wochen dauern.

Wie hoch die Kosten dafür sind, kann erst nach Aufnahme der Massen und der dann notwendigen Verfüllung bestimmt werden, erklärt Schirra weiter. Er schätzt die Kosten derzeit auf 30 000 bis 40 000 Euro. Das verdeutliche dann auch das tatsächliche Ausmaß des scheinbar nur kleinen Erdrutsches, ergänzte der Beigeordnete.