Streuobst- und Halbtrockenwiesen entstehen

Felsberg · Weil das Land mit Unterhaltung und Mäharbeiten nicht nachgekommen sei, wären jetzt neue Rodungen am ehemaligen Steinbruch bei Felsberg notwendig. Dies erklärte die Naturlandstiftung „Naturland Ökoflächen Management GmbH“.

 Nach ersten Rodungen sei das Land wieder zugewachsen. Deswegen seien neue Rodungen nötig. Foto: Hartmann Jenal

Nach ersten Rodungen sei das Land wieder zugewachsen. Deswegen seien neue Rodungen nötig. Foto: Hartmann Jenal

Foto: Hartmann Jenal

Seit Jahren führt die Naturlandstiftung "Naturland Ökoflächen Management GmbH" oberhalb von Felsberg in und um den ehemaligen Steinbruch erhebliche Rodungsarbeiten durch. Ziel dieser Maßnahmen auf einer Fläche von circa acht Hektar ist laut Jürgen Kautenburger von der Naturlandstiftung, verflachte Streuobst- und Halbtrockenwiesen neu anzulegen, so wie es früher einmal gewesen sein soll.

Abtransport hinterlässt Spuren

Dafür werden viele dicht gewachsene Hecken und Bäume und das Wurzelwerk entfernt. Auch der Abtransport des Materials hinterlässt Spuren. Spaziergänger, die früher auf einem kleinen Pfad von Felsberg durch den Steinbruch zu den Sendern nach Berus unterwegs waren, gingen durch dicht bewachsene, fast unberührte Natur. Viele vermissen alte, verknorrte Bäumen, dschungeldichtes Gehölz und kleine Biotope.

Kautenburger erläutert, dass schon die ersten dichten Sträucher mit schweren Maschinen abgerodet worden waren. Das Land sei aber danach mit der Unterhaltung der Flächen wie Mäharbeiten nicht nachgekommen. Folglich sei jetzt wieder alles zugewachsen und die auffälligen Rodungen notwendig geworden.

Ziegen als Wanderherden

Kautenburger rechnet damit, dass 2014 Streuobst- und Trockenwiesen wieder hergestellt sein werden. Dann sollen Ziegen als Wanderherden dafür sorgen, dass Wiesen und Hecken kurz gehalten werden. "Dann haben auch seltene Pflanzen wie Orchideen und seltene Falter und Vögel wie der Neuntöter wieder die Chance, eine neue Heimat zu finden. Vielleicht kommt dann der Uhu auch wieder in den Steinbruch zurück", sagt Jürgen Kautenburger.

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