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| 22:19 Uhr

Stefan Louis braucht die Ja-Stimmen-Mehrheit

Bous. Am Sonntag, 17. Februar, ist Wahltag in Bous. Von acht bis 18 Uhr entscheiden dann die Wähler der Gemeinde über einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Doch während es bei der Wahl 2005 noch vier Bewerber gab, stellt sich diesmal nur Amtsinhaber Stefan Louis dem Votum der Bürger. Seine erste Amtszeit endet im Juni dieses Jahres Von SZ-Mitarbeiter Johannes A. Bodwing

Bous. Am Sonntag, 17. Februar, ist Wahltag in Bous. Von acht bis 18 Uhr entscheiden dann die Wähler der Gemeinde über einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Doch während es bei der Wahl 2005 noch vier Bewerber gab, stellt sich diesmal nur Amtsinhaber Stefan Louis dem Votum der Bürger. Seine erste Amtszeit endet im Juni dieses Jahres.

Die Anzahl der Wahllokale wurde von sechs auf drei reduziert. Eingerichtet werden sie im Gebäude der Marie-Curie-Schule. Rund 54 Helfer sollen einen reibungslosen Wahlverlauf gewährleisten. Etwa 20 davon stellt die Verwaltung, 34 kommen aus den fünf Fraktionen des Gemeinderates.

Die Briefwahl kann bis Freitag, 15. Februar, 18 Uhr im Rathaus beantragt werden. Wer dies aus Krankheitsgründen nicht schafft, kann mit ärztlichem Attest noch am Samstag, 16. Februar, bis 12 Uhr seinen Antrag auf Briefwahl stellen.

Welche Möglichkeiten ergeben sich nun mit nur einem Bürgermeisterkandidaten in Bous? Louis muss erneut mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erreichen. Sollten Nein-Stimmen überwiegen, wäre er nicht gewählt. In solch einem Fall müsste die Bürgermeisterwahl innerhalb von drei Monaten wiederholt werden. Dies bedeutete eine neue Ausschreibung und neue Bewerbungen. Bewerben könnte sich auch wieder der Amtsinhaber. Die darauf folgende Wahl würde jedoch nicht durch die Bouser erfolgen. Denn das Kommunalselbstverwaltungsgesetz des Saarlandes sieht dann vor, dass der Bürgermeister vom Gemeinderat gewählt wird.

Wie die Bürgermeisterwahl in Bous ausgehen wird, haben also die Bouser Bürger in der Hand. Im Januar 2005 sorgten sie für eine Wahlbeteiligung von 66,7 Prozent und eine Überraschung. Der damals 40-jährige parteilose Stefan Louis erreichte im ersten Wahlgang 50,24 Prozent.

Die Bürgermeisterwahl in Bous ist am Sonntag, 17. Februar, von 8 bis 18 Uhr in der Marie-Curie-Schule an der Ecke Mannesmannstraße/ Friedrich-Ebert-Straße.

Foto: Stefan Louis

Meinung

Mut zur Verantwortung

Von SZ-Redakteurin

Margret Schmitz

Ungewöhnlich ist es, eine Bürgermeisterwahl, bei der sich nur ein Kandidat stellt. Doch genau das passiert in Bous. Nur ein Name steht auf dem Stimmzettel: der von Stefan Louis, seit 2005 Bürgermeister in Bous. Nun sind die Bürger gefordert: Sie sollen ihre Ja- oder auch Nein-Stimme abgeben und so ihr demokratisches Recht ausüben. Der Bürgermeister ist schließlich der Vertreter der Bürger und muss daher auch von diesen gewählt werden und nicht von irgendwelchen Gremien. Darum sollten auch möglichst viele Bouser zur Wahl gehen und ihre Meinung zu dem Kandidaten abgeben. Beschämend allerdings ist für mich, dass sich niemand bereit erklärt hat, als Gegenkandidat aufzutreten. Immer wieder waren Klagen aus der Gemeinde zu hören, was alles besser werden könnte, sollte, müsste . . . Aber offenbar ist es einfacher, sich zu beschweren, als sich selbst in den Dienst der Bürger zu stellen.