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Spaziergänger laufen auf falschen Wegen

Spaziergänger laufen auf falschen Wegen

Fehlgeleitete Wanderer nerven einen Gisinger Musiker, denn sie gehen durch seinen Garten – eine mögliche Lösung ist in Sicht.

Musiker freuen sich über Publikum. Das ist auch bei Herry Schmitt nicht anders. Allerdings kommen in seinem Studio in Gisingen seit geraumer Zeit immer wieder ungewollt Zuhörer vorbei. Grund dafür sind ein gesperrter Wanderweg und die fehlende Beschilderung.

"Die Spaziergänger suchen einen Ausweg über mein Grundstück", beschwert sich Schmitt. Erst kürzlich habe er einer Gruppe erklären müssen, warum der untere alte Wanderweg am Ende seines Grundstückes gesperrt wurde und es keine Informationen über eine alternative Strecke gebe. "Ich habe nichts dagegen, wenn sich Wanderer gelegentlich irren und über mein Areal wandern müssen", sagt Schmitt. Doch die Vielzahl dieser Personen stört den Pianisten dann doch. "Wir hatten hier mit einer Völklinger Schule Aufnahmen für ein neues Musical. Diese gingen teilweise sprichwörtlich in die Hose, weil Wanderer nach dem Weg fragen mussten", berichtet Herry Schmitt weiter. Er wirft der Gemeinde vor, die Bürger nicht über die Sperrung informiert und kein Schild am alten Wanderweg aufgestellt zu haben.

Auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung hat sich Bürgermeister Günter Zahn zu der Situation geäußert. Er erklärte, dass Bürger beziehungsweise Gruppen sich in Absprache mit dem Touristikbüro des Landkreises um alle drei Wanderwege in Wallerfangen kümmern. Dazu gehöre auch, diese auszuschildern und in Stand zu halten. "Die Gemeinde war hier immer nur flankierend durch unsere Fachabteilung eingebunden", erläutert Zahn. Etwa, wenn es um Material, Maschinen oder die Unterstützung bei Grundstücksfragen ging. Im Fall von Herry Schmitt habe die Gemeinde zwei Termine mit der Ortsvorsteherin von Gisingen abgemacht. "Diese konnten beide aus dringenden Gründen nicht stattfinden", sagt Zahn. Dieses Treffen solle nun am heutigen Mittwoch, 5. April, nachgeholt werden.

Mit dabei sein sollen dann auch die Ortspolizeibehörde, wenn Schritte im Bereich Sperrung und Öffnung von Wegen zu machen sind und das Liegenschaftsamt wegen Grundstücksfragen. "Wir hoffen", betont Zahn, "dass dabei eine Lösung gefunden wird."