Schwarzer Tag auf den Straßen

Kreis Saarlouis. Bisher war der Herbst ruhig, vermehrte Verkehrsunfälle hat es nicht gegeben, trotz früher Dunkelheit, Nässe und Laub auf den Straßen. "Eine Häufung hat es auch bei leichten Unfällen nicht gegeben", sagte Wolfgang Barbian, stellvertretender Leiter der Polizei-Inspektion (PI) Lebach, am Freitag der SZ. "Dass die Fahrbahn nass ist, weiß jeder

Kreis Saarlouis. Bisher war der Herbst ruhig, vermehrte Verkehrsunfälle hat es nicht gegeben, trotz früher Dunkelheit, Nässe und Laub auf den Straßen. "Eine Häufung hat es auch bei leichten Unfällen nicht gegeben", sagte Wolfgang Barbian, stellvertretender Leiter der Polizei-Inspektion (PI) Lebach, am Freitag der SZ. "Dass die Fahrbahn nass ist, weiß jeder. Extremes Wetter hatten wir nicht. Dass es Donnerstag zu so folgenschweren Unfällen kommen würde, damit konnte keiner rechnen."

Bei zwei Unfällen im Bereich der PI Lebach trug es junge Autofahrer - hier einen 19-jährigen Lebacher, dort eine 20-jährige Schmelzerin - in einer Rechtskurve links aus der Spur (wir berichteten). Das Auto des Lebachers schleuderte über die Leitplanken hinweg gegen zwei Bäume. Ein 19-jähriger Mitfahrer auf der Rückbank kam ums Leben. Der Wagen der Schmelzerin kam in den Gegenverkehr, sie starb bei einer Kollision.

"Beides war auf einer nassen Landstraße, etwa zehn Kilometer Luftlinie entfernt, in einer Rechtskurve und am Steuer saßen junge Leute", fasste Barbian zusammen. "Die Gemeinsamkeiten hören damit auf." So sei zum Beispiel ein Unfall im Hellen, der andere im Dunkeln geschehen. Ein Gutachter wertet die Spuren aus, um die Fahrgeschwindigkeit zu bestimmen.

2008 habe es gar keinen tödlichen Verkehrsunfall im Bereich der PI Lebach gegeben, berichtete Barbian. "Dass jetzt zwei an einem Tag passieren, ist ein unglücklicher Zufall."Als Ursache sieht Karl-Heinz Feld, Saarlouiser Polizeibezirkssprecher, weniger widriges Herbstwetter als Unachtsamkeit.

Unachtsame Autofahrer

Das gelte auch für die Unfälle auf der Autobahn, die Donnerstagfrüh zu den kilometerlangen Staus am Autobahndreieck Saarlouis führten. Auslöser war eine Autofahrerin, die erst ein überholendes Auto übersehen, dann das Steuer verrissen hatte und in der Leitplanke landete. Im entstehenden Stau kam es zu drei Auffahrunfällen - alle ohne Personenschaden.

Durch einen Fahrfehler geriet am selben Tag gegen 17.30 Uhr auch auf der Landstraße zwischen Dillingen und Wallerfangen ein Auto auf den unbefestigten Randstreifen und ins Schleudern. Es überschlug sich, der Fahrer blieb unverletzt.

Wie schnell Unaufmerksamkeit gefährlich wird, zeigte sich auch gegen 16.20 Uhr, als ein Auto die A 620 zwischen Wadgassen und Ensdorf 20 Minuten blockierte - schlicht, weil ihm der Sprit ausgegangen war.