Rat in Wallerfangen unterschreibt Resolution für Stahlindustrie

Unterstützung : Wallerfanger Gemeinderat unterstützt Stahlindustrie

Einstimmig hat der Gemeinderat Wallerfangen eine Resolution zur „Strukturveränderung in der heimischen Wirtschaft – insbesondere in der Stahlindustrie“ beschlossen. Wallerfangen sei vom geplanten Stellenabbau bei Dillinger und Saarstahl stark betroffen, „da mehrere Hundert Mitarbeiter der Dillinger Hütte in der Gemeinde leben“, heißt es in der Resolution.

Der Rat fordert darin unter anderem Bundesregierung und EU-Kommission auf, „für faire politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der europäischen Stahlindustrie zu sorgen“, die Landesregierung dazu, eine „strategische Wirtschaftspolitik“ zu entwickeln.

Uwe Kammer, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, hatte zuvor kritisiert, dass der „gemeinsame Antrag aller Fraktionen“ ohne Wissen derer erarbeitet und erst in der Sitzung vorgelegt worden sei. „Man hätte sich das vorher schon gerne mal genau durchgelesen.“ Dem schloss sich auch die CDU an. Bürgermeister Horst Trenz räumte das Versäumnis ein und bot eine Sitzungsunterbrechung an, die die Fraktionen jedoch nicht in Anspruch nahmen.

Kritik von Kammer kam auch zu Personalfragen: Er habe aus dem Amtsblatt erfahren, dass in der Ortspolizeibehörde ein neuer Mitarbeiter eingesetzt sei. „Weder im Ausschuss noch im Gemeinderat wurde darüber informiert, das halte ich für sehr unglücklich für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagte Kammer.

Trenz erläuterte, da Leitung und Stellvertretung in der Ortspolizei seit längerem erkrankt seien, habe er das Angebot des Landkreises angenommen, einen Mitarbeiter von dort „im Zuge einer Abordnung zu testen“; dies laufe seit drei Wochen. „Ich halte es für angemessen, dies den Fraktionen auch mitzuteilen“, ergänzte Kammer.