Plätze in der Nachmittagsbetreuung der Schule drohen wegzufallen

Plätze in der Nachmittagsbetreuung der Schule drohen wegzufallen

Obwohl das Problem seit Monaten bekannt ist, tut sich wenig: Abermals haben der Wallerfanger Bauausschuss, Eltern und Schulleitung über die räumliche Zukunft der Freiwilligen Ganztagsschule diskutiert. Auch der Landtag war damit beschäftigt.

Seit über einem halben Jahr sind die Räume der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) in Wallerfangen aufgrund mangelnder Brandschutzvorrichtungen gesperrt. Die Nachmittagsbetreuung im denkmalgeschützten Baukomplex wird seitdem ausgelagert in den Toberaum und das Bistro der Schule. Ein "sehr ungünstiger und beengter Zustand", wie Schulleiter Hilmar Scharf erklärt. In der Hoffnung, von der Gemeinde jetzt endlich einen Lösungsvorschlag präsentiert zu bekommen, waren er sowie 15 Elternvertreter am Donnerstagabend zur Bauausschusssitzung gekommen. Welche der drei baulichen Brandschutzvorrichtungen - Außentreppe, Innentreppe, Rettungsrutsche - die Untere Bauaufsicht (UBA) und der Denkmalschutz nun genehmigen, ist indes offen. Im Ausschuss sprach man sich fraktionsübergreifend für eine Außentreppe aus, da eine Treppe im Inneren die Platznot weiter verschärfen würde "Uns liegt allerdings noch kein Beschluss vor", sagte Bürgermeister Günter Zahn . Bis zu zwei Wochen könne das noch dauern.

Auf anderer Verwaltungsebene scheint man indes schon zu wissen, wo die bauliche Entwicklung hingehen soll. Nach Mitteilung der Linksfraktion im Landtag hat die Landesregierung am Donnerstag über die räumliche Situation und den Brandschutz der Grundschule berichtet. Dabei habe die Regierung mitgeteilt, dass die von Eltern und Schulleitung favorisierte Außentreppe abgelehnt werde. Stattdessen solle wohl die Innentreppe installiert werden. "Hier drohen aufgrund der Raumnot Betreuungsplätze wegzufallen, auf die sich viele berufstätige Eltern verlassen haben", meint die Linke.

Diese Lösung würde de facto einen Schul- und Betreuungsplatzmangel mit sich bringen, bestätigt auch der Schulleiter: "Allein für das kommende Schuljahr haben wir bereits 90 Neuanmeldungen vorliegen. Mit dieser Lösung könnten wir aber nur 40 Kinder aufnehmen".

Eltern, Schulleitung und Vertreter der FGTS bemängelten zudem, dass sich das Verfahren hinziehe. Zumal das Problem seit Monaten bekannt sei und eine Brandschutzlösung bis zum neuen Schuljahr bestehen müsse, betonte eine Mutter.

Ob und wann eine neue Innentreppe errichtet wird, ist laut UBA aber unklar. "Der Antrag befindet sich derzeit in Prüfung", teilte die Kreisverwaltung mit. "Sobald ein Ergebnis vorliegt, wird sich der Gemeinderat darum kümmern", versprach Zahn. Allerdings bestätigte die UBA auch, dass sein Antrag erst am 30. Januar gestellt wurde.