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Parkverbot soll Kinder schützen

Wallerfangen. Anfang Februar 2014 setzte sich der Ortsrat mit einer problematischen Situation auseinander, die die Grundschule in Wallerfangen beschäftigte. Zum Schutz der Kinder musste ein Parkverbot her. Hinzu kam eine Einbahnstraßenregelung. Johannes A. Bodwing

Schnell muss es gehen, am besten mit dem Auto bis vors Klassenzimmer und gleich wieder durchstarten. Dieses Verhalten zahlreicher Eltern wurde in Kombination mit zugeparkten Gehwegen zum Problem an der Wallerfanger Grundschule. Anfang Februar 2014 beschäftigte sich schließlich der Ortsrat mit dieser Situation.

Bei einem Termin in der angrenzenden Estherstraße erläuterten Eltern , dass Kinder zum Teil nur mit viel Glück heil geblieben waren. Am selben Abend beschloss der Ortsrat einstimmig ein einseitiges Parkverbot. Dazu kam die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung von der Leoniestraße bis zur Einmündung Elisabethstraße. Das mindere den Verkehrsdruck, stellte Regine Collet dar, Leiterin der Ortspolizeibehörde Wallerfangen . Und ein einseitiges Parkverbot schaffe dort mehr Freiraum für Schulkinder.

Diese Regelungen trafen bei den Anwohnern größtenteils auf Zustimmung. Auch wenn es teilweise unterschiedliche Vorstellungen über die Fahrtrichtung der Einbahnstraße gab und über die Seite, auf der das Parkverbot einzurichten sei.

Über Möglichkeiten, die Autofahrer auf die besondere Situation im Schulumfeld aufmerksam zu machen, informierte Gerhard Fischer, Mobilitätspädagoge des Verkehrsclubs Deutschland, bei zwei Schulelternabenden. Ein praktisches Ergebnis daraus war die Bemalung der Estherstraße im Bereich zwischen Grundschule und Kinderkrippe. Derzeit seien keine weiteren Maßnahmen geplant, teilte Bürgermeister Günter Zahn auf Anfrage mit. Die Situation habe sich nach seiner Beobachtung entspannt. Positiv wirke sich auch eine so genannte "Kiss-and-Ride-Zone" am Heimatmuseum aus: Die biete Platz für den stressfreien Abschiedskuss. Allerdings ist auch bisher wegen der Schließung der Krippe neben der Schule der Verkehr weiterer Eltern noch ausgeblieben.