Parkende Autos behindern Übung

Wiesbach. "Wir können froh sein, dass es nur eine Übung war. Im Ernstfall hätte es mit Sicherheit Verletzte gegeben oder es wären sogar Menschenleben zu beklagen gewesen", bilanzierte der Pressesprecher der Feuerwehr Eppelborn von Frank Recktenwald

Wiesbach. "Wir können froh sein, dass es nur eine Übung war. Im Ernstfall hätte es mit Sicherheit Verletzte gegeben oder es wären sogar Menschenleben zu beklagen gewesen", bilanzierte der Pressesprecher der Feuerwehr Eppelborn von Frank Recktenwald.Dieser Feststellung vorausgegangen, war eine Alarmübung der Feuerwehr Wiesbach an einem Wohnheim für Kinder und Jugendliche der Caritas Trägergesellschaft Trier (CTT) in der Josefstraße in Wiesbach. Demnach war die Parksituation in der Seitenstraße des Eppelborner Ortsteil so schwierig, dass die Fahrer der Löschfahrzeuge große Probleme hatten, mit den großen Feuerwehrfahrzeugen bis an das Wohnhaus zu gelangen.

"Im Ernstfall wären so wichtige Minuten verstrichen, bis die Helfer mit Leitern und Atemschutzgeräten mit den Rettungsmaßnahmen hätten beginnen können", so Recktenwald weiter. Auch der Einsatz einer Drehleiter wäre demnach in der engen Straße nicht möglich gewesen. Die Anwohner hätten auch verärgert reagiert, als die Löschfahrzeuge mit eingeschaltetem Martinshorn in der Straße standen und darauf warten mussten, bis die hinderlich abgestellten Fahrzeuge durch ihre Besitzer zur Seite gefahren wurden.

Eigentliche Übung problemlos

Während der Übung wurde das ganze Haus mit Übungsnebel verraucht und zwölf Kinder und Jugendliche, die sich noch im Hause aufhielten, mussten von den Wehrleuten gerettet werden. Die eigentliche Übung verlief dann reibungslos, das Feuer im Heizungskeller war schnell entdeckt und von den unter Atemschutz vorgehenden Trupps "gelöscht" worden. Nach der Übung hatten die Jugendlichen und Kinder die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Betreuern im Feuerwehrgerätehaus Wiesbach, den richtigen Umgang mit Feuerlöschern zu üben. Beeindruckt zeigten sich die Kinder, als die Ausbilder der Wehr, den Zerknall einer Deospraydose bei einem Brand simulierten.

Recktenwald bittet im Zusammenhang mit der Übung in Wiesbach, um mehr Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer beim Parken. "Gerade in engen Seitenstraßen sollten die Bürger auch im eigenen Interesse darauf achten, dass Rettungsfahrzeuge problemlos durchfahren können." red

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