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Gebührenerhöhung
Kita-Gebühren wieder auf dem Prüfstand

Wallerfangen. Die deutliche Erhöhung der Elternbeiträge in den drei gemeindeeigenen Kindergärten in Wallerfangen (die SZ berichtete) wird noch einmal neu beraten. Wie Bürgermeister Günter Zahn auf Anfrage bestätigte, hat sich der zuständige Ausschuss in einer außerordentlichen Sitzung in der Sommerpause erneut mit den Gebühren beschäftigt. Von Nicole Bastong

Das Ergebnis war eine Empfehlung für den Gemeinderat, der letztendlich darüber entscheiden muss: in der nächsten öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 30. August, um 17.15 Uhr im Rathaus Wallerfangen. „Dann werden die Gebühren hoffentlich endgültig festgesetzt“, sagte Zahn.


Für die Eltern von Kitakindern bedeutet das: Bis zur endgültigen Entscheidung bleiben die Gebühren, die eigentlich zum 1. August steigen sollten, wie gehabt.

Der Gemeinderat Wallerfangen hatte Ende Mai mit Mehrheit der Koalition SPD, Grüne, Freie Wähler entschieden, die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in der Gemeinde kräftig zu erhöhen: Für einen Regelplatz im Kindergarten sollten Eltern künftig monatlich 100 statt 70 Euro zahlen; also 42 Prozent mehr. Die Elternbeiträge für den Tages- und den Krippenplatz sollten um jeweils 50 Euro, nämlich von 115 Euro auf 165 Euro beziehungsweise von 260 Euro auf 310 Euro, steigen. Der Vorschlag der CDU, die Gebühren schrittweise zu steigern, war abgelehnt worden.



Die betroffenen Eltern hatten gegen die Erhöhung mit einer Unterschriftensammlung protestiert. Insbesondere in der Kita Gisingen, die seit längerem renovierungsbedürftig ist und unter Raumnot leidet, formierte sich der Unmut der Eltern.

Für Verärgerung sorgte außerdem, dass die Erhöhung seitens der Gemeinde unter anderem damit begründet worden war, dass die Beiträge seit 16 Jahren nicht mehr gestiegen seien; wie einige Eltern dann aber belegen konnten, war die letzte Steigerung 2013 erfolgt.