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Machtübernahmen vom Hippie, auf allen Vieren, im Zelt

Machtübernahmen vom Hippie, auf allen Vieren, im Zelt

Lebach/Schmelz/Wallerfangen/Schwalbach/Wadgassen. Drei Anläufe brauchte die Garde des Lebacher Carnevalsverein, bis sie das Rathaus in ihrer Gewalt hatte. Selbst im Rückwärtsgang gelang es nicht, die Mannen aus dem Rathaus zu überwältigen. Da musste eine List her. Die Gardisten schlichen auf allen Vieren bis zum Eingang, um dann plötzlich loszuschlagen und das Wachpersonal zu überwältigen

Lebach/Schmelz/Wallerfangen/Schwalbach/Wadgassen. Drei Anläufe brauchte die Garde des Lebacher Carnevalsverein, bis sie das Rathaus in ihrer Gewalt hatte. Selbst im Rückwärtsgang gelang es nicht, die Mannen aus dem Rathaus zu überwältigen. Da musste eine List her. Die Gardisten schlichen auf allen Vieren bis zum Eingang, um dann plötzlich loszuschlagen und das Wachpersonal zu überwältigen. Zuvor hatten Elferratspräsident Frank Götze und Bürgermeister Arno Schmidt sich in einem Schlagabtausch gegenseitig Nettigkeiten zugerufen.Doch es half nichts. Garde und Hofstaat rissen zusammen mit dem Prinzenpaar die Schlüssel ganz fest an sich. Prinzessin Simone I. und Prinz Thomas III. werden bis Aschermittwoch das Sagen haben im Land an der Theel.

Schmelz: Althippie vom Dienst

Althippie Armin hatte keine Chance. Seine flotten Sprüchen hielten die Schmelzer Narren nicht ab. Sie stürmten nach einem heftigen Schlagabtausch das Rathaus. Bis Aschermittwoch wird Schmelz von Princessa Ramona I., ihren Prinzessinnen und dem Kinderprinzenpaar Sven I. und Ragna I. regiert. Die Drohung, dass die Princessa den Schmelzer Verwaltungschef zum Frosch küssen werde, sorgte nicht nur für Lacher, sondern auch für Unwohlsein. Das Küssen hätte der Verwaltungschef sicherlich als angenehm empfunden. Das Schlimme: Armin Emanuel wäre dann grün, statt rot. Dieses Argument war nicht so schnell von der Hand zu weisen. Ob sich jetzt Althippie Armin ins Altenheim zurückziehen wird, wie es die Narren forderten, wird sich zeigen. Spätestens an Aschermittwoch werden wir es wissen.

Wallerfangen: Chef im Zelt

Erst wenige Wochen stand der neue Bürgermeister Günther Zahn im Wallerfanger Rathaus als Chefkoch am Herd, da kündigten auch schon die Narren ihre Rebellion an. Vorsorglich hatte das neue Gemeindeoberhaupt seinen Amtssitz nebst Kochutensilien kurzerhand in ein unscheinbares Zelt vor dem Rathaus verlegt. Doch auch das nützte ihm nichts.

Die Narren, angeführt von der Präsidentin der Neimerder, Ruth Ackermann, stöberten den Küchenchef auch in diesem Versteck auf. In einem langen Umzug mit Steinzeitmenschen, Eisbären, Clowns und sogar einem Schwarm holder Engel rückten sie dem frischgebackenen Verwaltungschef auf den Leib. Zur Überraschung der Narrenschar fügte sich dieser schnell in sein Schicksal und übergab neben dem Schlüssel zum Rathaus auch gleich noch seinen Kochlöffel.

Schwalbach: Bleistiftarmee

Das gab's in Schwalbach schon lange nicht mehr: Seit dem Fetten Donnerstag ist das Schwalbacher Rathaus fest in Narrenhand. Und bei diesem ersten Rasthaussturm der Neu(meyer)zeit, gemeinsam von der IG Rosenmontagszug, den "Bollen" aus Hülzweiler und der "Ri-Ra-Rutsch" Schwalbach ausgeführt, hielt die "Bleistiftarmee" von Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer und dem Beigeordneten Norbert Trenz drei Angriffswellen stand, um dann unter dem Druck der vereinigten Narren zusammen zu brechen. Widerstandslos übergaben Bürgermeister, Beigeordneter und ihre Ortsvorsteher Bernd Schweitzer, Christel Albert und Ernst Peter Hirschmann die närrische Macht ans Prinzenpaar Ignatio I und Sabine sowie an die Kinderregenten Marco I und Vivian.

Wadgassen: Bräu-Premiere

Die Narren in Wadgassen sind los: Und in dem kleinen närrischen Dorf in Gallien regte sich am Fetten Donnerstag gewaltiger Widerstand gegen die Obrigkeit. Brauerei-Druide Thomas Bruch hat mit dem "Wadgasser Klosterbräu", einem dunklen Gerstensaft gebraut, der wundersame Kräfte wecken soll. Eine Weltpremiere! Und nachdem sich die "Glasspatzen" mit ihm und "beschwipsten Klosterbräuwürsten" "gestärkt" hatten, dauerte es gar nicht lange, bis die vereinigte Narrenschar, die völlig eingeschüchterten Rat-Häute mit Indianer Harald Kaufmann, den Ortsvorsteher von Hostenbach, den Cowboy Don Alberto, den Ortsvorsteher von Schaffhausen und den mit bunter Tarnmütze angetretenen stellvertretenden Wadgasser Ortsvorsteher Siefried Rulland in die Flucht geschlagen hatte. Der nachfolgende Triumpfzug führte die närrischen Kampftruppen über das "Dreiländereck" Wadgassen, Hostenbach und Schaffhausen zum Turnerheim, wo mit einer großen Faasendparty der totale Erfolg gebührend gefeiert wurde.

Wallerfangen: Ruth Ackermann (r), Präsidentin der Neimerder, erhält von Bürgermeister-Chefkoch Günther Zahn den Schlüssel zum Rahaus und den großen Chefkochlöffel. Foto: Thomas Seeber.
Schwalbach: Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer (Mitte links) hatte sich mit seinen Getreuen in seinem Amtszimmer verbarrikadiert - natürlich vergeblich. Foto: Rolf Ruppenthal.
Wallerfangen: Ruth Ackermann (r), Präsidentin der Neimerder, erhält von Bürgermeister-Chefkoch Günther Zahn den Schlüssel zum Rahaus und den großen Chefkochlöffel. Foto: Thomas Seeber.
Schwalbach: Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer (Mitte links) hatte sich mit seinen Getreuen in seinem Amtszimmer verbarrikadiert - natürlich vergeblich. Foto: Rolf Ruppenthal.
Rathaussturm Wadgassen: Mit von der Partie rund um den verwaisten Verwaltungssitz waren zur Gaudi des Publikums auch die "letschden Clowns". Foto: Rolf Ruppenthal.

kü/see/rup