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Leserbriefe zum Thema Kita in Wallerfangen

Leserbriefe zum Thema Kita in Wallerfangen

Das Drama geht weiter

Kita in Wallerfangen

Jetzt also Neustart im Wallerfanger Kita-Drama. Nach fünf Jahren Planungs- und Bauzeit und über zwei Millionen Euro verbrauchten Steuergeldes drücken wir den Reset-Knopf, starten bei Null und steigen in eine Kita-Planung ein. Diesmal ohne festen Standort. Als Wallerfanger Bürger kann man sich nur die Augen reiben ob solcher Lösungsansätze, wäre es für die betroffenen Eltern und Kinder nicht so traurig. Ihnen bietet man nun einen Bustransfer für Einjährige im Maxi-Cosi in die nächstgelegene Einrichtung an. Ein Lösungsansatz, der für viel Einfühlungsvermögen in die Eltern- und Kinderpsyche spricht. Kinder sind aber keine kleinen Pakete, die man irgendwo hintransportiert und dann dort gegen Einlieferungsschein abliefern lässt!

Und wer trägt die Verantwortung in der Gemeindeverwaltung für dieses Desaster? Niemand! "Wir haben ja schlüsselfertig gebaut", so lautet das Argument zur eigenen Entlastung. Schlüsselfertig bauen heißt aber nicht, nach drei Jahren nur den Schlüssel abzuholen. Der kommunale Bauherr hat auch Pflichten zur Wahrung der öffentlichen Interessen. Schließlich verbaut er nicht sein eigenes Geld. Jetzt ist die Zeit, die Planungsfehler der Vergangenheit zu beheben, und ein Gesamtkonzept der Kinderbetreuung in Wallerfangen zu erarbeiten. Der effizienteste, schnellste und kostengünstigste Ansatz dazu, die Vereinigung von Kinderkrippe und Kindergarten unter einem Dach und Träger, ist möglich!

Dr. Stefan Kneip,

Wallerfangen

Mahnmal Kinderkrippe

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Beim Mahnmal Kinderkrippe müssen gute Ideen her.

Traurige Ergebnisse. Bei aller Sympathie für die Volksvertreter. Wo ist der Kapitän? Ideen sind da, werden allerdings von der Mehrheitspartei abgeschmettert. Sämtliche Maßnahmen, die Vorsitzender der CDU J. Rath angesprochen hat, wurden im Keim erstickt und ignoriert. Oberflächlich wurde mit Zahlen jongliert. Aus 33 Plätzen wurden plötzlich 77. Aus sechs Gruppen wurden zehn. Angemeldet in der Ausweichkita Saarwellingen sind genau 17 Kinder. Der Kindergarten kommt auf vier Gruppen. Perfekt für die Zusammenlegung. Verhandlungen mit der Sophienstiftung bezüglich Ausbau verliefen positiv, fehlen nur die Anträge. Die Mehrheit, inklusive dem Bürgermeister, will davon nichts wissen. Was ist so schlimm, da mal genau nachzufragen? Wäre das die Lösung der Betreuungsprobleme? Von der Baumisere mal abgesehen.

Wie will Wallerfangen in die Geschichte eingehen? Als Mahnmal mit der teuersten Bodenplatte? Eltern saßen erst mal zwei Stunden im Auto, bevor sie arbeiten konnten. Die Wut und Ohnmacht der Eltern werden ganz frech auf Eis gelegt. Die Mehrheitspartei und die Bedürfnisse der Kinder sind so weit entfernt, wie die Sonne von der Erde. Wir brauchen Alternativen und wollen sehen, dass die Wallerfanger Spitze sich ernsthaft damit beschäftigt. Brainstorming. Was käme denn in Frage: Ein Hotel, das Jugenddorf Blauloch, (ein El Dorado an Spielmöglichkeiten), der Campingplatz etc. Den Schüler aus 9./10. Klasse könnte dieses Thema als Projekt übertragen werden. Das Ergebnis wäre sicher interessant und frei von korrumpierten Machenschaften. Wollen wir die Note fünf, für familienfreundliche Gemeinde? Jetzt kommt noch eine Messung und es dauert wieder.

Einziger Alternativvorschlag vom Jugendamt bestand darin die einjährigen Babys, am Bus nach Saarwellingen, abzugeben. Echt peinlich. Früher wurde so was am Stammtisch ausdiskutiert und mit Schnaps besiegelt. Anscheinend gibt es so was nur noch hier auf dem Gau. Da funktioniert Vieles parteiübergreifend zum Nutzen der Herzallerliebsten.

Karoline Summa, Bedersdorf