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Konzertprogramm mit vielen Varianten

Konzertprogramm mit vielen Varianten

Musikalische Leckerbissen versprach der Vorsitzende Markus Winter in der Walderfingia zum Jahreskonzert des Musikvereins Concordia. Dabei erlebten rund 300 Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm.

Schon mit dem ersten Stück überzeugte das Jugendorchester des Musikvereins Concordia. Beim Jahreskonzert 2015 setzte es mit "Music for Happiness" das Thema des Abends variantenreich in Szene. Im nachfolgenden "Don't mock baroque" betonte Solist Johannes Hilt am Fagott den barocken Eindruck. Dabei hielt Dirigentin Tamara Köhnen das Orchester immer wieder dezent im Hintergrund und ließ Raum für das in Blasorchestern seltene Instrument.

Zur "Battle of Varlar" stand Bernhard Altmeyer am Dirigentenpult. Diesen historischen Kampf formten musikalisch hoffnungsvolle Klarinetten und vorwärtsdrängende Trompeten sowie dröhnende Pauken. Der Applaus von etwa 300 Zuhörern in der nahezu ausverkauften Halle wurde mit einer schwungvollen Zugabe belohnt.

Dann nahm das große Orchester die Plätze ein. 42 Musiker unter Dirigent Stefan Pfingstmann, der seit 20 Jahren die Concordia leitet. An die beachtlichen Leistungen des Jugendorchesters knüpften sie weitere anspruchsvolle Melodien. Darunter die sinfonische Version von "The Phantom of the Opera" mit verträumten Takten, geheimnisvoll klingenden Tonfolgen und energiegeladenen Passagen. Dem realen Sonnenuntergang setzten sie den Marsch "Die Sonne geht auf" entgegen.

Die unbekannte Komponisten-Seite von Charlie Chaplin erklang mit Filmmelodien wie "The Tramp", "Limelight" und "Laternen-Rag". Ungewohnt und facettenreich erklang die "Suite from Video Games live", an Udo Jürgens erinnerte ein Schlager-Medley.

Einer der versprochenen Leckerbissen war "Jubilate" über die Kirchengeschichte von Waldkirch. Mehr als 1000 Jahre erwachten musikalisch zum Leben. Die Perkussionisten gestalteten die Baugeräusche, die Glocken der Pfarrkirche St. Katharina erklangen im Hintergrund, und acht Sänger des Wallerfanger Kirchenchors steuerten den gregorianischen Gesang bei.

Etwa zweieinhalb Stunden unterhielt die Concordia mit einem abwechslungsreichen Programm. Zugaben waren das lebhafte "It's a beautiful Day" und der Marsch "Kaiserjager".