Kommentar Bürgermeisterwahl: Wallerfangen will so weiter machen

Kommentar : Wallerfangen und „Weiter so“

Die Bürger wollten ein „Weiter so“, trotz der vielen Baustellen.

Ein „Weiter so“ sollte es nicht geben, damit warben gleich zwei Kandidatinnen um das Bürgermeisteramt in Wallerfangen – doch die Mehrheit der Bürger wollte augenscheinlich genau das, ein „Weiter so“ mit einem SPD-Bürgermeister und einer starken SPD-Mehrheit(skoalition) im Rat. Das scheint verwunderlich ob der vielen Dauer-Baustellen, unter denen die Gemeinde seit Jahren leidet, insbesondere im Kinderbetreuungs- und Bildungsbereich.

Das deutliche Ergebnis kann man so auslegen, dass keiner der anderen Kandidaten, beide kommunalpolitisch unerfahren, eine echte Alternative für die Bürger darstellte. Oder dass die Mehrheit der Wallerfanger einverstanden mit der bisherigen Linie ist. Oder dass sie genug Vertrauen in den bisherigen Ortsvorsteher und bekannten Wallerfanger Trenz setzt, dass er nun die Fehler der Vergangenheit ausbügeln kann.

Der neue Bürgermeister tritt jedenfalls kein leichtes Erbe an, auch wenn er sich auf eine starke Mehrheit im Rat stützen kann und er zuvor schon als rechte Hand des Bürgermeisters galt. Denn ein „Weiter so“ kann sich diese Gemeinde nicht in jedem Punkt erlauben.

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