Kita Ittersdorf braucht sofort ein neues Dach

Notmaßnahme : Marode Ziegeln: Die Kita Ittersdorf braucht sofort ein neues Dach

Rund 80 000 Euro hat der Gemeinderat Wallerfangen für die schnelle Sanierung bewilligt.

Rund 80 000 Euro muss der Gemeinderat Wallerfangen unerwartet und kurzentschlossen ausgeben: Denn die Kita in Ittersdorf braucht sofort ein neues Dach. Ein heftiger Regen hatte dem Kindergarten Ende September einen Wassereinbruch in einem der Gruppenräume beschert; das Dach ist marode und muss dringend erneuert werden.

Schuld sind die Dachziegeln der Firma Saarton: An diesen sei über die Jahre die Engobe abgeplatzt, somit durchdringe der „saure Regen“ den Ton, heißt es in der Beschlussvorlage zur Sitzung des Gemeinderates. Hinzu komme, dass der Ziegel bei falscher Temperatur gebrannt worden sei und sich somit auch noch zusätzlich auflöse. „Hierbei handelt es sich um einen von Saarton bekannten Produktionsfehler dieser Dachpfanne“, erklärte Bürgermeister Horst Trenz. „Sie zerbröseln regelrecht.“ Verbaut wurden sie 1992. Das Kindergartendach ist komplett damit belegt, in allen Bereichen sind Feuchtigkeitsflecken in geringem Ausmaß zu sehen.

Bereits im vergangenen Jahr musste, wegen faulen und verschimmelten Holzbalken, die komplette Holzwand in Gruppe drei, inklusive des Fensters, erneuert werden. „Damit es keine weiteren Hygieneprobleme gibt, die zu einer Schließung der Einrichtung führen könnten, ist es zwingend erforderlich, das komplette Dach so schnell wie möglich zu erneuern“, erläuterte die Beschlussvorlage weiter.

Der Betrieb in der mit derzeit 67 Kindern belegten Kita sei nicht beeinträchtigt, betonte der Bürgermeister; auch sei kein Schimmel festgestellt worden. Wasserflecken zeigen sich an den Decken, führte Trenz aus, bei Regen müssen Eimer untergestellt werden. Das mache es erforderlich, „dass wir das komplette Dach neu eindecken lassen“, hob er hervor.

Dafür bewilligte der Rat einstimmig 79 917,43 Euro. Finanziert wird die unerwartete Ausgabe über die Fördermaßnahme KInvFG I; aus diesem Fond stehen der Gemeinde noch Mittel zu. Da der Abruf dieser Fördermittel zeitlich begrenzt ist, biete sich eine Verwendung für diese Maßnahme an, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von rund 8000 Euro kann durch Mittel im Haushalt finanziert werden, die für andere Maßnahmen vorgesehen waren, die aber erst im kommenden Jahr erfolgen können, ergänzte Trenz. Ein Nachtragshaushalt sei nicht notwendig.

Die fehlerhafte Charge an Dachziegeln betreffe Einrichtungen saarlandweit. Die Gemeinde prüfe derzeit, ob noch andere Dächer ihrer Einrichtungen betroffen sind, sagte Trenz. Da die Firma Saarton in Kleinblittersdorf aber 2004 geschlossen wurde, bestehe keine Aussicht auf Schadensersatz. Die Arbeiten an der Kita sollen von der Rammelfanger Firma Harpers „noch in diesem Jahr“ ausgeführt werden, erklärte Trenz.

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