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Keine weiteren Corona-Infektionen in St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen

St. Nikolaus-Hospital in Wallerfangen : Keine neuen Infektionen in Geriatrie

Die an Corona erkrankten Patienten im St. Nikolaus-Hospital in Wallerfangen sind isoliert.

Keine neuen Infektionen verzeichnet die Geriatrie des St. Nikolaus-Hospitals in Wallerfangen mit Stand vom Dienstag. Seit Mitte vergangener Woche ist dort eine von insgesamt drei Stationen vom Corona-Virus betroffen. Sieben Patienten sind bisher erkrankt, von denen einer ins Klinikum Saarbrücken verlegt wurde. Sechs sind vor Ort und isoliert. Sie können sich nur noch innerhalb ihrer Zimmer bewegen, teilte der geschäftsführende Klinik-Direktor Manfred Klein auf SZ-Anfrage mit.

Eine Schleuse riegelt diesen isolierten Bereich ab. Hier muss nun alles durch, von der Wäsche bis zum Essen. Das negativ getestete Personal der Klinik arbeitet mit FFP2-Masken und Schutzkleidung. Abstriche über längere Zeit hinweg sollen helfen, eine weitere Infektion auszuschließen. Die Betroffenen werden „engmaschig betreut“, sagte Klein. Solange es keine Verschlechterung gibt, bleiben sie in Wallerfangen. Damit findet laut Klein auch eine Entlastung der Krankenhäuser statt.Sollte es zur Verschlimmerung von Fällen kommen, erfolgt eine Verlegung.Zwei infizierte Mitarbeiter der Verwaltung arbeiten derzeit im Homeoffice und „haben keine Symptome mehr“. Beim Personal sind zwei Mitarbeiter betroffen, einschließlich Chefarzt. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Es gibt keinen Engpass beim Personal, erklärte Klein. Denn einerseits geht die Belegung zurück, weil die Krankenhäuser viele Behandlungen wegen Corona ausgesetzt haben. Damit entfällt auch der anschließende Reha-Bedarf in der Geriatrie. „Im Augenblick haben wir 50 freie Betten.“ Andererseits ist die Abteilung laut Klein gut besetzt und hat eine Liste mit ehrenamtlichem Personal, das einspringen kann. „Wir haben auch medizinische Studenten angefragt.“ Die Geriatrie im St. Nikolaus-Hospital behandelt derzeit 40 weitere Patienten, die auf zwei Stationen verteilt sind.. Viele Maßnahmen sind wegen möglicher Ansteckungsgefahr heruntergefahren. Die teilstationäre Behandlung im Haus ist vorerst ausgesetzt.

„Teambesprechungen erfolgen mit großem Abstand“, sagte Klein. „Teilweise unter Nutzung digitaler Medien.“ Das ist neu für die Wallerfanger Einrichtung und stellt eine technische Herausforderung dar. Die strenge Besucherregelung macht vor allem den isolierten Patienten mit dementen Erkrankungen Probleme. Um dies zu mildern, arbeitet die Geriatrie an der „Schaffung einer mobilen Kommunikation zu den Angehörigen“, sagte Klein. Die Isolation einer Station gilt nicht als Besonderheit, verdeutlichte Klein. Denn „das könnte genauso gut mit Durchfall oder Grippe passieren“.

Und Schutzausrüstung ist in Wallerfangen noch im ausreichenden Maße vorhanden. Doch die Lieferketten sind „derzeit allesamt gekappt, es wird auch bei uns knapp“. Seit mehreren Wochen ordere die Klinik in großen Mengen Schutzkleidung. Als erfreulich bezeichnete Klein, dass beispielsweise 500 FFP2 Masken kostenlos von Nemak zur Verfügung gestellt wurden. Diese Alugießerei in Dillingen/Saar hat um die 1000 Mitarbeiter, die Produktion steht seit Mitte vergangener Woche still. Eine weitere Lieferung mit Schutzausrüstung kam vom Staatstheater Saarbrücken.

Auch wenn es derzeit keine Gruppentherapien mehr gibt, „geschultes Personal kümmert sich nach wie vor in besonderem Maße um diese Patientengruppe“. In besonderen Fällen sind beim aktuellen Besucherstopp Ausnahmen möglich. Beispielsweise zu Versorgungszwecken und für Momente des Abschieds. Dies kann mit der Zentrale abgeklärt werden unter Telefon (0 68 31) 962-0.

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(az)