| 21:10 Uhr

Musikverein
Imposantes Webber-Medley zum 70.

Stefan Pfingstmann und das Große Orchester der Concordia Wallerfangen verzauberten das Publikum mit Musical-Melodien von Andrew Lloyd Webber.
Stefan Pfingstmann und das Große Orchester der Concordia Wallerfangen verzauberten das Publikum mit Musical-Melodien von Andrew Lloyd Webber. FOTO: Johannes A. Bodwing
Wallerfangen. Die Concordia Wallerfangen feierte Musical-Melodien zu Ehren eines großen Stars. Von Johannes Bodwing

Noch eine zweite Zugabe kündigte Markus Winter am Samstagabend in der gut besetzten Walderfingia an. „Dann sind wir platt.“ Letztlich hatte der Musikverein Concordia sein Publikum etwa zweieinhalb Stunden lang mit Musicals von Andrew Lloyd Webber begeistert. Dessen 70. Geburtstag war Anlass für das Themenkonzert 2018. Es sei gleichzeitig auch das Jahreskonzert, sagte Winter dieser Zeitung nachdem die letzten Töne verklungen waren.


Acht Musicals des Erfolgs-Komponisten Webber standen auf dem Programm. Wie bei einer Collage fügten die Musikerinnen und Musiker die markantesten Titel der jeweiligen Musicals zusammen. Das waren zum Teil 15-minütige Stücke, die den emotionalen Charakter der Kompositionen vermittelten. Das Jugendorchester startete in biblischer Zeit mit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten. „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ wurde 1968 uraufgeführt. Unter Leitung von Tamara Köhnen mischten die jungen Musiker die darin enthaltenen Elemente unter anderen aus Country, Chanson und Calypso zu einem unterhaltsamen Konzertbeginn. „Evita“ kam 1978 auf die Musicalbühne. Die anspruchsvollen Melodien, vor allem das bekannte „Don‘t cry for me Argentina“, entwickelte Dirigent Bernhard Altmeyer mit dem Orchester zur musikalischen Lebensgeschichte der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón. Die letzten sieben Tage Christi hatte Webber zur Rockoper „Jesus Christ Superstar“ vertont. Seit 1971 fasziniert das raffinierte Arrangement, am Samstagabend entfaltete Dirigent Stefan Pfingstmann und das große Orchester die vielfach dramatischen Bläsersätze und Melodien.

Zwischendurch überreichte die Concordia die Ernennungsurkunde an den neuen Ehrenvorsitzenden François Villeroy de Galhau. Dies steht in der Tradition des 1851 als Werksorchester der Steingutfabrik V & B gegründeten Musikvereins. Beim Musical „Cats“ verführten die 45 Musikerinnen und Musiker mit romantischen Klängen, darunter dem melancholischen Hit „Memories“. In einer 15 Minuten dauernden hoch konzentrierten Darbietung erklang das „Phantom der Oper“. Mit verschnörkelten Passagen und wuchtigen Bläsersätzen. Weniger bekannt ist „The Woman in White“, dem die großen Hits fehlen, ähnlich erging es dem tragisch angelegten „Sunset Boulevard“. Mit dem „Starlight Express“ brauste das große Orchester durch verschiedene Musikrichtungen. Sie charakterisieren unterschiedlichen Lokomotiven, die gegeneinander um den Wette fahren. Als Zugaben brachte die „Concordia“ das rasante „Cats and the Jellicle Ball“ und „Love Changes Everything“ aus dem weniger bekannten Musical „Aspects of Love.“