Bürgermeisterwahl: „Ich kenne jede Straße in der Gemeinde“

Bürgermeisterwahl : „Ich kenne jede Straße in der Gemeinde“

Horst Trenz will Bürgermeister der Gemeinde Wallerfangen werden.

Sein Lieblingsplatz ist das Freibad in Wallerfangen: „Hier bin ich quasi aufgewachsen“, erzählt Horst Trenz. „Hier habe ich Schwimmen gelernt, ich hänge an dem Bad.“ Dass es erhalten bleiben muss, steht für ihn fest: „Wir sind eine Wohngemeinde, da muss man den Bürgern auch etwas bieten“, findet der Bürgermeisterkandidat.

Schon mit 17 Jahren wurde Trenz in der SPD aktiv, sitzt seit über 20 Jahren im Gemeinderat Wallerfangen. Dort war er bis Januar auch jahrelang Fraktionsvorsitzender, aus Zeitgründen hat er den Vorsitz nun abgegeben. Seit 2014 ist Trenz zudem Ortsvorsteher seines Heimatortes, er war auch schon erster Beigeordneter der Gemeinde. Das kommunalpolitische Geschäft kennt er also sehr gut – nun will er Verwaltungschef werden.

Wallerfangen, das ist für ihn auch der Gau: „Ich kenne jede Straße in der gesamten Gemeinde“, betont Trenz. Er findet: „Man sollte die Ortsteile alle gleich behandeln.“ Die „Knappheit des Geldes“ führe leider dazu, dass oft nur noch das Notwendigste machbar sei.

Am Wichtigsten ist Trenz im Wahlkampf: „Ich mache keine Versprechen. Ich will authentisch sein und für alle ein Ansprechpartner.“ Redebedarf gibt es, das hat er nicht nur an den Haustüren erfahren: „Die Leute wollen jemand, den sie kennen. Mich darf jeder mit seinen Nöten ansprechen, überall.“

Darüberhinaus ist Nachhaltigkeit dem 53-Jährigen ein Anliegen. „Warum sollen wir nicht zum Beispiel den Strom in unserer Gemeinde selbst erzeugen und ihn auch hier behalten?“, fragt er. Als Bürgermeister würde er sich dafür einsetzen, eigene Technische Werke zu gründen oder „in einem Genossenschaftsmodell, etwa über Solarmodule, die Energiewende selbst zu gestalten“. Ein „alltagstaugliches Radwegenetz in der ganzen Gemeinde“ nennt Trenz außerdem als Ziel.

Und die Situation der Kitas und Schulen in Wallerfangen will er verbessern: „Kinder sind unsere Zukunft, sie brauchen Raum“, betont er. „Insbesondere die FGTS platzt aus allen Nähten, die Gisinger Grundschule muss weiter saniert werden“, zählt Trenz auf. In Wallerfangen setzt er sich für einen Anbau an die Grundschule ein, „das ist schon mit dem Denkmalschutz abgestimmt“. Bei den Förderrichtlinien falle Wallerfangen aber derzeit „durchs Raster“, beklagt Trenz, „die Verteilung ist ungerecht. Wir werden heute dafür bestraft, dass wir früher gespart haben.“

Nichtsdestotrotz ist sich Trenz sicher: „Wallerfangen hat eine große Vergangenheit, aber auch eine Zukunft.“ In den kleinen Orten sorge eine „lebendige Vereinskultur für Leben“, in Wallerfangen selbst habe sich der Ortskern deutlich verbessert: „Das war harte Arbeit, aber der steht nun gut da.“

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