Horst Trenz ist neuer Bürgermeister von Wallerfangen

Bürgermeisterwahl : Die Entscheidung zeichnete sich früh ab

Horst Trenz (SPD) setzte sich bei der Stichwahl um das Bürgermeister-Amt in Wallerfangen gegen Nicole Reiners-Gerard (CDU) klar durch.

Großer Jubel und langanhaltender Applaus im Rathaus Wallerfangen, als das Ergebnis am Sonntag um 18.53 Uhr endgültig feststeht: Mit einer Mehrheit von 55,32 Prozent der Stimmen ist der 53-jährige Horst Trenz (SPD) zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Wallerfangen gewählt worden. Seine 50-jährige Gegenkandidatin Nicole Reiners-Gerard (CDU) holte 44,68 Prozent der Stimmen.

„Ich bin mehr als zufrieden“, freute sich Trenz, der erst einmal viele Hände zu schütteln hatte, „ich danke allen meinen Wählern und reiche allen anderen in der Gemeinde meine Hand.“ Der langjährige Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat und bisherige Ortsvorsteher von Wallerfangen wird am 1. Oktober die Nachfolge seines Parteikollegen Günter Zahn antreten und die Verwaltung die kommenden zehn Jahre führen. Er kann sich dabei auf eine erneut starke SPD im Rat stützen. „Ich sehe im Ergebnis das Vertrauen der Bevölkerung, aber auch den Auftrag, Brücken zu bauen“, meinte Trenz. Der Fachjurist ist bislang Verwaltungschef des Landesarbeitsgerichtes.

44,1 Prozent hatte Trenz im ersten Wahlgang geholt, Reiners-Gerard 29 Prozent; bei einer Wahlbeteiligung von satten 70 Prozent. Deutlich weniger Bürger waren im zweiten Wahlgang zur Urne geschritten, was nicht ungewöhnlich ist. Doch bevor der dicke Batzen Briefwähler ausgezählt war, sah die Wahlbeteiligung mit rund 34 Prozent dann doch recht mau aus. Erst nach der Addition der 1343 Briefwählerstimmen sah es dann doch noch ganz ordentlich aus: Mit einer Wahlbeteiligung von 54 Prozent. In ganzen Zahlen: 2179 Stimmen entfielen auf Trenz, 1760 auf Reiners-Gerard. 58 waren ungültig.

Die Verteilung auf die einzelnen Wahlbezirke gestaltete sich dabei ähnlich wie im ersten Wahlgang: In Wallerfangen selbst, in St. Barbara, Ihn und Ittersdorf lag Trenz deutlich vorne, Gisingen und Kerlingen gingen deutlich an die CDU-Kandidatin. Lediglich Leidingen, das im ersten Wahlgang der freien Kandidatin Regine Collet die meisten Stimmen gegeben hatte, betonte diesmal wieder seine Neutralität: Die nur 60 Stimmen, die abgegeben wurden, verteilten sich genau hälftig auf beide Kandidaten.

Bei den rund 60 Anhängern beider Kandidaten im Rathaus, die Mehrheit davon der SPD zuzurechnen, erntete Trenz schon zuvor einzelnes Schulterklopfen. Denn schon nach Auszählung der ersten Bezirke, gegen 18.20 Uhr, sah es für ihn sehr gut aus und das änderte sich auch nicht mehr. Gesenkte Köpfe hingegen bei der CDU; die Kandidatin hatte zwar neben Familie und Freunden mit Ministerin Monika Bachmann und dem Kreisvorsitzenden Franz-Josef Berg auch prominente Daumendrücker, aber am Ende reichte auch das nicht für die Mehrheit. Geknickt zeigte sich Reiners-Gerard aber nicht: „Ich bin stolz auf mein tolles Ergebnis“, sagte sie, „die letzten zehn Monate waren für mich eine sehr interessante Zeit, ich habe viele Erfahrungen gesammelt, das hat mich umso stärker gemacht.“ Sie holte insgesamt sogar über 200 Stimmen mehr als im ersten Wahlgang. Die CDU-Kandidatin, die als Politik-Neuling antrat, will sich „auf jeden Fall“ weiter politisch engagieren, „ich stehe schließlich auf dem ersten Platz der Liste für den Gemeinderat.“ Die Wallerfangerin arbeitet nun weiter als stellvertretende Personalchefin an der HTW Saarbrücken.

Der neue Bürgermeister von Wallerfangen, Horst Trenz, und seine unterlegene Gegenkandidatin Nicole Reiners-Gerard (CDU). Foto: Thomas Seeber

Trenz kündigte an, sein Wahlversprechen einzuhalten: „Ich will für alle Bürger Ansprechpartner sein.“

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