Hintergrund zur Rettungsdrohne der Jäger

Hintergund : „Erhebliche Investition“, die lohnt

5000 Euro Kosten, aber Verband der Jäger will weitere Drohnen anschaffen.

(a-n) Landesjägermeister Josef Schneider präsentierte mit dem Kreisjägermeister von Saarbrücken, Heiner Kausch, und seinem Stellvertreter, Carsten Jenal, der SZ die erste Drohne der Jäger des Saarlandes, die 2018 angeschafft worden ist. „Das war mit einem Anschaffungspreis von rund 5000 Euro schon eine erhebliche Investition.“ Er versicherte weiter: „Aber mit unserem Umweltminister mussten wir gar nicht lange über die Sinnhaftigkeit diskutieren. Weil der und seine Fachmitarbeiter ebenso wie wir vom Erfolg dieser Drohne bei der Wildrettung überzeugt ist, übernahm Jost die Hälfte der Anschaffungskosten.“ Eingesetzt wird diese erste Drohne zunächst von der Kreisjägerschaft Saarbrücken. Sollte sie sich im Modellversuch – wie sich inzwischen bestätigt hat – bewähren, sollen voraussichtlich weitere Drohnen angeschafft und eingesetzt werden.

Auf dem Monitor kann der Pilot die genauen Umrisse des zu untersuchenden Feldes markieren. Dann beginnt die Suche nach den Wärmesignaturen des versteckten Wildes. Selbst der Flug wird von der Elektronik gesteuert: In engen Suchstreifen kontrolliert die Drohne selbstständig oder manuell gesteuert den jeweiligen Bodenstreifen. Wird dabei die Wärmebildkamera fündig, können auf dem Monitor die Wärme- und Realaufnahmen übereinandergelegt werden, damit der genaue Fundort präzise markiert werden kann. Dann dürfen die wartenden Helfer hinlaufen, die Rehkitze mit geschützten Händen aufnehmen und in Sicherheit bringen. Dabei muss jede menschliche Witterung vermieden werden, damit die Ricke ihren Nachwuchs später nicht verstößt.

SZ-Mitarbeiter Dieter Ackermann hat auch einen Film von dem Drohneneinsatz gedreht.

youtu.be/nhQKcNQbt8c

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