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Hier will die Gemeinde Wallerfangen investieren

Pläne für 2020 : Wallerfangen investiert dank Zuschüssen

Einige schon laufende Projekte, aber auch ein neues auf dem Gau steht auf dem Investitionsplan 2020.

Viele Investitionen sind trotz der unsicheren Lage in der Gemeinde Wallerfangen geplant: Manche Projekte laufen schon, andere sind nicht aufschiebbar, weil dringend notwendig. Dazu zählt Bürgermeister Horst Trenz besonders den Bereich der Kitas und Schulen, mit einem Gesamtvolumen von 3,2 Millionen Euro: So müsse etwa der Bau der neuen Kita St. Katharina fertig werden, weil durch die Containerlösung hohe Kosten entstehen. Ein Anbau an der Kita Gisingen und die Sanierung von Dach und Fenstern an der Kita Ittersdorf laufen schon, betont Trenz. Ebenso ist der Wiederaufbau der Krippe Adolphshöhe eingeplant.

Geld ausgeben muss Wallerfangen auch für Pflichtaufgaben wie die Feuerwehr: „Hier sparen wir die 100 000 Euro für dieses Jahr, um nächstes Jahr ein neues Fahrzeug für den Löschbezirk Wallerfangen anzuschaffen“, erklärt Trenz.

Für den städtebaulichen Denkmalschutz, mit dem Förderprogramm für den Ortskern und der Sanierung des Rathauses sind dieses Jahr rund 1,2 Millionen Euro eingeplant – bei einem zugesagten Zuschuss von 75 Prozent, wie Trenz betont. Für den Neubau der Brücke Ihn sind rund eine Million Euro veranschlagt: „Wir hoffen, dass das reicht.“

Neu aufgenommen in den Investitionsplan: das geplante Grenzblickhaus in Leidingen. „Alles andere wäre sträflich“, findet Trenz, denn zwei Saar-Ministerien haben eine Förderung von 95 Prozent zugesagt, das Projekt sei zudem ein touristischer Gewinn. 580 000 Euro beträgt der Eigenanteil der Gemeinde, „das wird eine sehr schöne Geschichte“, freut sich der Bürgermeister.

Vor allem alltagstauglich soll das neue Radwegenetz werden, das die Gemeinde zur Verbindung aller Ortsteile plant; es wird durch ein Bundesprogramm zu 75 Prozent gefördert. Auf dem Saargau unterstützt die Gemeinde außerdem den Bau des Dorfhauses Kerlingen und den barrierefreien Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses in Ittersdorf.

Der Eigenbetrieb Abwasserwerk müsse zudem in den kommenden Jahren rund 20 Millionen Euro in die maroden Kanäle vor allem auf dem Gau investieren, „auch aus Gründen des Umweltschutzes“, erklärt Trenz.

Fest steht für den Verwaltungschef auch: „Wenn der Haushalt vom Gemeinderat verabschiedet und vom Land genehmigt wird, bedarf es der Hilfe von außen, dass diese Maßnahmen auch wirklich umgesetzt werden können.“ Bedeutet: Alleine wird die Gemeinde die Kosten nicht stemmen können, wenn Einnahmen oder Zuschüsse wegbrechen.

Auch die Kämmerei sei gespannt, wie sich die Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde im Laufe des Jahres entwickeln werden. „Wir sind abhängig von der Fremdfinanzierung“, verdeutlicht Kämmerer Joachim Lay. „Wenn das Land bei seinen Zusagen bleibt, ist es für uns nur die Frage, ob die Kredite genehmigt werden.“ Weitere Kredite müsste Wallerfangen in Höhe von rund zwei Millionen Euro aufnehmen. Das Gesamtvolumen für den Investitionsplan 2020 beträgt rund sechs Millionen Euro, deutlich mehr als die Hälfte davon sind Zuschüsse.