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Hier nimmt Kreativität Formen in Ton an

Gisingen. Eine Ausstellung „Lebenswelten“ der Schülerfirma „Broch-Stücke“ und des Völklinger Grafikers Franz Albert ist von Sonntag, 22. März, bis zum 3. Mai im Haus Saargau in Gisingen zu sehen. Vernissage in Anwesenheit der Kunstschaffenden ist am 22. März um 14 Uhr. red

Die Schülerfirma Broch-Stücke aus Merzig-Merchingen verwendet mit Kreativität, Schaffenskraft und kollegialem Miteinander den Werkstoff Ton als Basismaterial, um neue Lebenswelten zu gestalten. An der Schule zum Broch werden unter Anleitung der Lehrkräfte Simone Dräger und Margit Burtscher alte und neue Techniken bei der Gestaltung mit Ton erprobt und täglich neu erfunden. So entstehen Kugelvasen in Aufbau- und Wulsttechnik, Gebrauchskeramik aus Gießton und ansprechende und individuelle Figuren.

Verschiedene Brennvorgänge und Glasuren verzaubern regelrecht den in seiner Urform recht spröden Werkstoff Ton. Wunderschöne Meerestiere und fantasievolle Skulpturen, so sieht die neu geschaffene Lebenswelt aus.

Dieser tönernen und faszinierenden Fabelwelt gegenübergestellt ist die Bilderausstellung des Völklinger Grafikers Franz Albert. Er präsentiert großformatige und farbenstarke Digitaldrucke. Franz Albert geht mit der Kamera auf Motivsuche raus in die Natur, durchforscht die Industriekultur, auch das, was von ihr noch übrig ist. Was er im Bild festhält, das ist die Grundlage für seine "digitalen" Gemälde.

Verfremdungen, starke Farbkontraste, Filtertechniken, kurzum, er nutzt die vielen Möglichkeiten der modernen Fototechnik. Stillgelegte Fördertürme rückt er in ein neues, ganz fantastisches Licht. Sein Bild "Dampfgigant" zeigt in fotorealistischer und überdimensionierter Art, wie aus einem Detail ein traumhaft schönes Kunstwerk erwächst.

Die unterschiedlichsten Stilrichtungen, die sich in den Bildern widerspiegeln, bringt Franz Albert auf einen Nenner. Er bezeichnet das Ergebnis "Psychedelic PopArt". Den Verfall einer industriellen und urbanen Lebenswelt nutzt er, um neue Lebenswelten in teils recht schillernden Farben zum Aufblühen zu bringen.

Franz Alberts Bilder sind das Ergebnis einer künstlerischen Zeitreise in die Vergangenheit, die eine neue Zukunftsperspektive eröffnet.

Die Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag, Mittwoch sowie Sonn- und Feiertage von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag und Freitag von 10 bis 12 Uhr.