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Gewerbe-Verein warnt vor Sanierung ohne Beweissicherung

Wallerfangen. Der Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe in Wallerfangen hat gefordert, die schadstoffbelastete Kinderkrippe in Wallerfangen erst dann sanieren zu lassen, wenn ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt worden ist. Ein solches Verfahren müsse gerichtlich angeordnet werden, sagte der Vorsitzender des Vereins, Rolf Demmerle, gestern. red

Der Wallerfanger Gemeinderat hatte die Sanierung beschlossen (wir berichteten). Damit werde ein Beweissicherungsverfahren unmöglich gemacht, kritisierte Demmerle. Seit Oktober 2014 ist die neu gebaute Krippe wegen unzulässig hoher Schadstoffbelastung nicht nutzbar.


Demmerle begrüßte zugleich, "dass endlich Bewegung in die leidliche Geschichte kommt". Er hält es aber für unrealistisch anzunehmen, dass die veranschlagten 585 000 Euro Kosten für die Sanierung ausreichen werden. Somit drohten Kosten in Millionenhöhe bei der Gemeinde hängen zu bleiben.

Demmerle kritisiert die Gemeinde und die von ihr beauftragte Kanzlei. In zwei Jahren sei sie nicht in der Lage gewesen, gerichtlich gegen den Verursacher oder seine Versicherung gerichtlich vorzugehen. Auch ein vom Gericht zu beschließendes Beweissicherungsverfahren sei "bis heute nicht beantragt". Weil gemeindliche Gutachten vor Gericht aber sicher als Parteigutachten abgelehnt würden, sei diese Beweissicherung unverzichtbar.