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Gesperrter Waldweg sorgt für Unmut

Keine Durchfahrt: Der Waldweg nach Oberlimberg bleibt vorerst gesperrt. Foto: Rolf Ruppenthal
Keine Durchfahrt: Der Waldweg nach Oberlimberg bleibt vorerst gesperrt. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal
Oberlimberg. Wegen des Starkregens Mitte Juli ist der Hang über dem Waldweg nach Oberlimberg abgerutscht. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht musste der Weg gesperrt werden, heißt es seitens der Gemeinde. sara/rup

Die Sperrung des Waldweges nach Oberlimberg erhitzt die Gemüter auf dem Gau. Vor allem Thomas Mouget ist empört. Der Inhaber der Hotellerie Waldesruh beschwert sich: Seit der Sperrung blieben die Kunden im Restaurant und dem Biergarten aus. Viele Stammgäste würden den fast dreimal so langen Umweg über den Gau scheuen. Gäste von außerhalb hätten Probleme, den Weg überhaupt zu finden, da die Umleitung nicht ausreichend ausgeschildert sei. Auch zahlreiche Anwohner sind genervt. Sie bezweifeln, dass die Sperrung der Straße notwendig ist.


Für diese Reaktionen hat Stefan Schirra, erster Beigeordneter der Gemeinde Wallerfangen, kein Verständnis. Er erklärt: "Wegen des Starkregens Mitte Juni ist es zu mehreren Hangrutschen im Bereich Limberg gekommen." Oberhalb des Waldweges nach Oberlimberg sei ein 25 mal 25 Meter großer Bereich abgerutscht und im Straßengraben zum Stehen gekommen. Der Weg selbst sei von den Geröllmassen nicht bedeckt. Aber: "Wir haben Angst, dass es zu weiteren Erdrutschen kommt. Deshalb haben wir die Straße gesperrt." Die Gemeinde habe schließlich eine Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen.

Auch das Gerücht, Rettungsdienste würden aufgrund der Sperrung länger brauchen, um nach Oberlimberg zu kommen, dementiert Schirra. "Der Waldweg ist kein Rettungsweg." Polizei , Krankenwagen, Feuerwehr und Co. würden daher ohnehin über die Landstraße von St. Barbara über Gisingen nach Oberlimberg fahren.



Der Hang samt Wald befindet sich übrigens im Besitz von Villeroy & Boch. Das Porzellan-Unternehmen und die Gemeinde haben nun gemeinsam einen Geologen beauftragt. Dieser soll einschätzen, wie gefährlich die Situation wirklich ist.

"Das Ergebnis des Gutachtens erwarten wir in sechs Wochen", sagt Schirra. So lange bleibe der Weg definitiv gesperrt. "Danach sehen wir weiter." An der Umleitung werde sich nichts ändern. "Ein riesiges, neonfarbenes Schild weist darauf hin. Das muss reichen."