Falscher Tritt und echte Freunde

Schwarzenholz/Rammelfangen. Dass Peter Saccon aus Schwarzenholz heute auf seiner Streuobstwiese bei Rammelfangen unbekümmert arbeiten kann, daran hätte der Rentner vor einigen Wochen nicht mehr glauben wollen. Es war ein heißer Sommertag im Juni, als der 66-Jährige sich vornahm, das Wellblechdach seines Bienenhauses zu säubern. Ein falscher Tritt, und Saccon stürzte ab

Schwarzenholz/Rammelfangen. Dass Peter Saccon aus Schwarzenholz heute auf seiner Streuobstwiese bei Rammelfangen unbekümmert arbeiten kann, daran hätte der Rentner vor einigen Wochen nicht mehr glauben wollen. Es war ein heißer Sommertag im Juni, als der 66-Jährige sich vornahm, das Wellblechdach seines Bienenhauses zu säubern. Ein falscher Tritt, und Saccon stürzte ab. Seine Rettung hatte er Petra Jung und Brigitte Paelecke aus Ihn zu verdanken. Saccon nutzt jede Gelegenheit, die Streuobstwiese und das Bienenhaus zu hegen und zu pflegen. An dem schönen Sommertag, säuberte Saccon das Wellblechdach seines Bienenhauses, es besteht zu Teilen aus Kunststoff. Saccon war auch fast schon fertig, als er einen falschen Schritt tat. Was genau er falsch gemacht hat, und warum ein Wellblechteil durchbrach, daran kann sich der Schwarzenholzer nicht mehr erinnern, auch nicht mehr an den Sturz knapp drei Meter in die Tiefe oder wie lange er bewusstlos am Boden lag.Als er wieder zu sich kam, hatte er starke Schmerzen am ganzen Körper, konnte seine Beine und den rechten Arm nicht mehr bewegen. "Ich dachte nur, meine Güte, hier kann dich keiner hören und keiner sehen", sagte Saccon in einem Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Doch Saccon hatte Glück im Unglück. Denn es war reiner Zufall, dass er sein Handy in der Hosentasche trug und dann auch noch auf der linken Seite. Benebelt, halb ohnmächtig, griff er danach, und die einzige Telefonnummer, die ihm einfiel, war die von Petra Jung. "Warum ausgerechnet diese Nummer, weiß ich nicht, ich war völlig neben mir." Jungs Familie pflegt eine lange Freundschaft mit den Saccons. Die Ihnerin rief wiederum ihre Freundin zur Hilfe, und beide fuhren an die Unglücksstelle. "Er lag in der prallen Sonne und hatte bereits einen hochroten Kopf von der Hitze, außerdem blutete er stark", erzählte Jung. Während Brigitte Paelecke den Notarzt alarmierte und auf den Rettungswagen wartete, kümmerte sich Jung um den Verletzten. Eine dicke Platzwunde am Kopf, viele Prellungen und ein gebrochener Wirbel, so lautete die Diagnose. Saccon lag zwei Wochen im Krankenhaus, musste anschließend fünf Wochen lang in die Reha. Bei seinen beiden Retterinnen bedankte er sich mit einem Kaffeenachmittag, selbst gebackenem Kuchen von seiner Frau Marlene und einem dicken Blumenstrauß.