Entlastung für die Nied

Bedersdorf. Wie ein grüner Teppich bedecken Wasserpflanzen den neuen Abwasserteich. Bei einer Tiefe von 2,60 Metern werden einmal 2220 Kubikmeter da hineinpassen. Dreckwasser aus den drei Ortschaften Ittersdorf, Düren und Bedersdorf, das in der Kläranlage Bedersdorf gereinigt wird. Diese Anlage entlastet auch die Nied

Bedersdorf. Wie ein grüner Teppich bedecken Wasserpflanzen den neuen Abwasserteich. Bei einer Tiefe von 2,60 Metern werden einmal 2220 Kubikmeter da hineinpassen. Dreckwasser aus den drei Ortschaften Ittersdorf, Düren und Bedersdorf, das in der Kläranlage Bedersdorf gereinigt wird. Diese Anlage entlastet auch die Nied. Denn das gesäuberte Wasser gelangt in den südlich von Bedersdorf fließenden Aubach. Der wiederum mündet an der französischen Grenze in den Ihner Bach und speist mit ihm letztlich bei Niedaltdorf die Nied. Am Mittwoch war die offizielle Inbetriebnahme der Kläranlage Bedersdorf bei reger Beteiligung von Politik und Bevölkerung. Damit seien alle Orte in der Gemeinde an Kläranlagen angeschlossen, erklärte Wallerfanges Bürgermeister Wolfgang Wiltz. Als nächste Maßnahme folgt noch ein Hauptsammler. Der führt eine Rohrleitung bis kurz vor Düren, stellte Projektleiter Christoph Freichel dar. Und über die Dürener Straße werde auch Ittersdorf angeschlossen. Am Ortseingang von Düren ist zudem eine 70 Meter lange Staustrecke mit Rohren von zwei Metern Durchmessern vorgesehen. Sie kann bei Starkregen 530 Kubikmeter Wasser zurückhalten. Der Abwasserteich fängt zusätzlich 64 Kubikmeter ab. Insgesamt werden in den drei Orten 1850 so genannte Einwohnerwerte angeschlossen. Also die Abwasserbelastung eines Einwohners pro Tag. 348 Einwohnerwerte entfallen auf Bedersdorf, 507 auf Düren inklusive Flugplatz und 995 auf Ittersdorf. Verschmutztes Wasser wird im Teich vorgereinigt, wo sich auch Schlamm ablagert. Die biologische Reinigung erfolgt in einer Scheibentauchkörperanlage mit 2556 Plastikscheiben von je zwei Metern Durchmesser. Sie sind in drei Reihen angeordnet und ergeben mit 15800 Quadratmetern die Fläche von zwei Fußballfeldern. Auf ihnen bildet sich eine Schicht aus Mikroorganismen, die das Wasser weiter reinigen. Anschließend gelangt es in den Aubach. Die Baukosten für die Kläranlage liegen bei 1,2 Millionen Euro. In den Hauptsammler investiert der EVS weitere 2,2 Millionen Euro. Betreut wird die Anlage von Personal der Kläranlage Dillingen. Informationen zur Kläranlage Bedersdorf im Internet.