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Einsturzgefahr: Schwalbach sperrt sieben Schutzhütten

Einsturzgefahr: Schwalbach sperrt sieben Schutzhütten

Schwalbach. Drei Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach bieten Wanderern derzeit alles andere als Schutz. Im Gegenteil: Sie sind so marode, dass sie die dort Rastenden und Ruhenden eher in Gefahr bringen. Deshalb hat Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer die betreffenden Hütten sofort gesperrt und will sie sobald wie möglich abreißen lassen

Schwalbach. Drei Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach bieten Wanderern derzeit alles andere als Schutz. Im Gegenteil: Sie sind so marode, dass sie die dort Rastenden und Ruhenden eher in Gefahr bringen. Deshalb hat Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer die betreffenden Hütten sofort gesperrt und will sie sobald wie möglich abreißen lassen. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagt er. Vier weitere gemeindeeigene Hütten sind ebenfalls wegen Einsturzgefahr gesperrt. Diese Holzhäuschen kann die Gemeinde aber so sanieren lassen, dass sie wieder als sichere Zufluchtsorte dienen können.Allein die versicherungstechnische Seite würde Neumeyer ohne die Sperrung beziehungsweise den Abriss in ziemliche Schwierigkeiten bringen. Und mit den noch frischen Eindrücken des dramatischen Todesfalls auf einem Wanderweg bei Losheim (die SZ berichtete) ist der Bürgermeister natürlich noch sensibler bei dem Thema als ohnehin schon. Nicht auszudenken, was passierte, wenn eine der maroden Hütten zusammenbricht, wenn gerade eine Schulklasse dort Rast hält oder eine andere Wandergruppe ein Päuschen macht.

Experten prüfen die 13 gemeindeeigenen Hütten, die teils bereits in den 70er und 80er Jahren errichtet wurden, den Angaben der Verwaltung nach zweimal im Jahr - jeweils im Frühjahr und im Herbst - auf ihre Standfestigkeit. Dieses Mal fielen eben sieben Hütten bei der Herbst-Prüfung durch.

Die Hütten leiden durch mutwillige Beschädigungen wie Zerstören von Holz, illegale Feuer und dergleichen. Am meisten aber machen ihnen die natürlichen Bedingungen zu schaffen. So fault an manchen Stellen schlichtweg das Holz, besonders dort, wo dicke Balken in den Boden gerammt worden sind.

Neumeyer: "Es dauert etwa zwei Monate, eine aufwendige Hütte neu zu bauen." Die abzureißenden Hütten sollen zeitnah, nach dem Winter ab März, ersetzt werden. Den Materialwert übernehme die Gemeinde ohne Weiteres.

 Wie hier die Linnhütte in Hülzweiler sind einige Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach gesperrt. Schilder warnen: "Einsturzgefahr. Betreten verboten!" Foto: Claudia Meier
Wie hier die Linnhütte in Hülzweiler sind einige Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach gesperrt. Schilder warnen: "Einsturzgefahr. Betreten verboten!" Foto: Claudia Meier
 Wie hier die Linnhütte in Hülzweiler sind einige Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach gesperrt. Schilder warnen: "Einsturzgefahr. Betreten verboten!" Foto: Claudia Meier
Wie hier die Linnhütte in Hülzweiler sind einige Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach gesperrt. Schilder warnen: "Einsturzgefahr. Betreten verboten!" Foto: Claudia Meier
 Wie hier die Linnhütte in Hülzweiler, sind einige Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach gesperrt. Schilder warnen: "Einsturzgefahr. Betreten verboten!" Foto: Claudia Meier
Wie hier die Linnhütte in Hülzweiler, sind einige Schutzhütten der Gemeinde Schwalbach gesperrt. Schilder warnen: "Einsturzgefahr. Betreten verboten!" Foto: Claudia Meier

Einzelheiten, wer denn baue und so weiter, würden allerdings erst noch geklärt. Für die Hütten, die bloß überholt werden, erstelle die Gemeinde ein Sanierungsprogramm, berichtet Neumeyer im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung.