Einsatz für die Sicherheit

Wallerfangen. Wie wichtig sie sind, zeigte sich wieder in der Nacht zu Fronleichnam. Als in der Saarstraße in Wallerfangen zwei Fahrzeuge in Flammen standen und ein Keller brannte. Ohne Feuerwehr fehlten nicht nur gesellige Feste, sondern auch ein hohes Maß an Sicherheit. Seit 1822 gibt es die Wallerfanger Feuerwehr

Wallerfangen. Wie wichtig sie sind, zeigte sich wieder in der Nacht zu Fronleichnam. Als in der Saarstraße in Wallerfangen zwei Fahrzeuge in Flammen standen und ein Keller brannte. Ohne Feuerwehr fehlten nicht nur gesellige Feste, sondern auch ein hohes Maß an Sicherheit. Seit 1822 gibt es die Wallerfanger Feuerwehr. "Eine der ältesten der Bundesrepublik", sagt Ehrenwehrführer Albert Berg beim Tag der offenen Tür. "Die entstand als Werkswehr von Villeroy und Boch." Berg war Wehrführer des Löschbezirks Wallerfangen von 1964 bis 1988. Zur Feuerwehr kam er 1943. "Damals ging es mit dem Löschkarren zum Einsatzort. Wir hatten auch eine Tragkraftspritze als Anhänger. Aber weil es an Autos fehlte, zogen wir die meist selbst mit Seilen." Das erste Feuerwehrfahrzeug kam in den 50er Jahren, so Berg. Die Standorte wechselten vom Villeroy'schen Anwesen über die Hauptstraße zum Wallerfanger Wasserwerk und in den Schlachthofweg. "Das neue Gerätehaus ist dann 1981 hier gebaut worden", spricht er den heutigen Stützpunkt am Sportplatz an. Vieles habe sich in den vergangenen 70 Jahren geändert, merkt Berg an. "Die Feuerwehr begeisterte einmal wegen ihrer Technik. Heute sind andere Dinge interessanter." Früher habe es vor allem Hausbrände gegeben, im Sommer brannten Wald und Felder. Heute stünden technische Hilfen im Vordergrund, ergänzt Löschbezirksführer Peter Bollbach. Zum Beherrschen der anspruchsvollen Technik und Einsatz-Abläufe reiche es nicht mehr, einmal im Monat zu üben. "Das ist inzwischen jeden Montag", sagt Bollbach, "und vieles zusätzlich an anderen Tagen"."1964 habe ich in Wallerfangen die erste Jugendwehr gegründet", stellt Berg weiter dar. "Davon gab es nur wenige im Kreis Saarlouis." 1974 ließ er den ersten Gemeinde-Feuerwehrtag folgen. "Denn ab da mussten die vormals eigenständigen Löschbezirke zusammengebracht werden." Heute sind es sieben Löschbezirke mit 197 Aktiven, darunter acht Feuerwehrfrauen. Dazu kommen Jugendwehr und seit drei Jahren die Minis.